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QBE dementiert Übernahme durch Allianz

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Kurz nach Bekanntwerden einer möglichen Übernahme der QBE durch die Allianz hat der australischen Versicherer den Gerüchten umgehend widersprochen. Die Anteilseigner von QBE goutierten das kurze Intermezzo, die Allianz-Aktie startete hingegen mit einem Minus in die Woche. Mit einem Kick-Start von 12,80 australischen war das QBE-Papier in den Tag gestartet, tagsüber erlebte es Kurssteigerungen von bis zu fünf Prozent.
Bei 12,35 australischen Dollar (AU$) kam das QBE-Papier am Ende des Handelstages in Sydney zur Ruhe, nur knapp über dem Vortagswert von 12,33 australischen Dollar. Die Anleger ahnten schließlich, dass die Gerüchte substanzlos sind. Die Allianz hatte 15 australische Dollar pro Aktie geboten. Ein Wachstum von zarten 0,16 Prozent, war das Hintergrundrauschen des S&P/ASX 50 doch bei -0,84 Prozent. In Frankfurt, wo der Handel um zehn Stunden verzögert einsetzte, hatten die Broker für die Allianz-Aktie wenig übrig: Ihr Preis rutschte ab Handelsbeginn mit -1,67 Prozent (Stand: 15:30 Uhr) klar die elektronische Anzeigentafel hinunter.

Allianz weiterhin auf Brautschau

Die australische QBE betreibt ihre Geschäfte vorwiegend auf ozeanischen und südostasiatischen Versicherungsmärkten. Ihr Halbjahresumsatz (Q1-2 2016) belief sich auf 7,4 Mrd. Euro, das operative Ergebnis im gleichen Zeitraum vor Steuern auf 0,3 Mrd. Euro. Die Marktkapitalisierung von Australiens größtem global tätigem Versicherer liegt bei knapp zwölf Mrd. Euro.  Die Summe von 14 Mrd. Euro (20 Mrd. AU$) wollte die Allianz für den Versicherer zahlen.
Oliver Bäte wird sich nach dem Flirt mit der Generali  und der QBE-Abfuhr auch weiterhin nach interessanten Zukäufen umsehen, vielleicht auch im heimatlichen Markt. Der Versicherungsexperte Michael Klüttgens, Willis Towers Watson, glaubt an bedeutende Verschiebungen, wie er gegenüber dem Handelsblatt verlauten ließ: "Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir in nächster Zeit große Transaktionen sehen werden. Speziell auf dem deutschen Markt aber ist bisher wenig Aktivität zu beobachten – und das wird sich wohl wenig ändern." Auch QBE wird wohl im Gespräch bleiben, schließlich ist sie nach Berichten der Australian Financial Review auf der Watchlist für mögliche Übersee-Akquisen. (vwh/de)
Bildquelle: QBE
Allianz · QBE
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