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Europäern mangelt es an Finanzwissen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Allianz attestiert den Europäern mangelhafte Finanz- und Risikokenntnisse. Gleichzeitig sei das Bewusstsein für Versorgungslücken im Alter jedoch stark ausgeprägt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Münchener Versicherers. Die Deutschen belegten im europaweiten Vergleich im Übrigen den zweiten Platz - nach Österreich.
Demnach beantworteten laut Umfrage etwa 63 Prozent der deutschen Teilnehmer alle grundlegenden Finanzfragen richtig. 19 Prozent antworteten richtig auf Fragen zu Risiken - genauso wie die Österreicher. Gleichzeitig zeigte sich hingegen nur einer von fünf Deutschen umfassend über die Risiken der Finanzanlagen informiert. Zum Vergleich: die Einwohner in Frankreich, Portugal und Italien schnitten laut Umfrage am schlechtesten ab.
Allerdings war laut Umfrage das Risiko, dass die eigenen Ersparnisse aufgrund der zunehmenden Lebenserwartung im Alter nicht ausreichen, für die befragten Teilnehmer hingegen am ehesten nachvollziehbar. Für ältere Menschen traf dies laut Allianz sogar noch stärker zu als für jüngere Europäer. Gleichzeitig hinken die Frauen bei der finanziellen Grundbildung - insbesondere bei risikorelevanten Fragen - den Männern immer noch hinterher, konstatiert die Studie weiter.
"Es ist beunruhigend zu sehen, dass sich der Wissensstand – gerade von Frauen und jungen Menschen – nicht verbessert hat. Sie haben mehr Verantwortung für ihre Finanz- und Ruhestandsplanung zu tragen als frühere Generationen und müssen sich aktiver darum kümmern", kommentiert Brigitte Miksa, Leiterin von Allianz International Pensions. Bedenklich sei "auch, dass die Befragten, die professionelle Finanzberatung eher als nutzlos empfinden, am meisten davon profitieren würden."
"Ob sich das Sparen langfristig lohnt, ist abhängig davon, ob die Menschen Anlageentscheidungen treffen können, mit denen ein gewisses Risiko verbunden ist, und ob sie sich dessen bewusst sind, dass sie letztlich auf lange Sicht von diesem Risiko profitieren können", ergänzt Ingo Mainert, Chief Investment Officer Multi Asset Europa bei Allianz Global Investors. (vwh/td)
Bildquelle: Paul-Georg Meister / pixelio.de
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