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Allianz rechnet mit Boom trotz politischer Turbulenzen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die globale Wirtschaft wird sich trotz aller politischen Unwägbarkeiten in diesem Jahr deutlich robuster entwickeln, glaubt Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise. So rechnet der Münchener Versicherer in 2017 mit einem Wirtschaftswachstum von 2,8 Prozent (2016: 2,4 Prozent). Vor allem in den Schwellenländern rechnen die Ökonomen mit einer "moderaten Konjunkturbeschleunigung".
Dennoch rechnet der Allianz-Chefolkswirt in 2017 im Wesentlichen mit vier Schlüsselrisiken. So fürchtet Heise zwar mit protektionistischen Einzelmaßnahmen und Drohungen als Reaktion auf ein steigendes US-Handelsbilanzdefizit. Das Risiko eines Handelskrieges zwischen den USA und China oder anderen wichtigen Handelspartnern sei laut Allianz zwar niedrig bis mittel - die Folgen für die globale Weltwirtschaft jedoch umso gravierender.
Währungspolitisch rechnet der Versicherer im Euroraum weiterhin mit großen geldpolitischen Divergenzen. So werde die Europäische Zentralbank (EZB) "wohl kaum einen Gang runterschalten, sondern an ihren ultra-expansiven geldpolitischen Maßnahmen festhalten", prognostiziert Heise. Zudem könnte eine zu expansive Fiskalpolitik - gepaart mit lockerer Geldpolitik - im Falle einer wirtschaftlichen Erholung sogar zu Überhitzungserscheinungen führen, fürchtet die Allianz.
Zudem sieht Heise auch die Europäische Union in 2017 vor großen Herausforderungen. Neben den anstehenden Brexit-Verhandlungen mit Großbritannien dürften vor allem die Parlamentswahlen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden im Mittelpunkt stehen. So dürften weitere politische Folgen des Populismus nach Ansicht des Münchener Versicherers zu einer weiter wachsenden Uneinigkeit führen.
In den Schwellenländern rechnet die Allianz zudem mittelfristig mit einem hohen Überschuldungsrisiko. So haben laut Allianz einige Länder in den letzten Jahren eine stark expansive Konjunkturpolitik betrieben, die zu wachsenden makroökonomischen Ungleichgewichten geführt, was sich vor allem in einer sehr hohen Unternehmensverschuldung sowie inflationären Immobilienpreisen widerspiegele. (vwh/td)
Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de
Allianz · Konjunktur
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