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Versicherer besitzen (noch) keinen Drohnen-Führerschein

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
400.000 Drohnen fliegen bereits durch Deutschland, die privat und gewerblich genutzte Fluggeräte erfreuen sich größter Beliebtheit. Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) wird sich die Zahl der Multicopter bis Ende des Jahrzehntes wohl verdreifachen. Das Bundeskabinett hat nun schärfere Regeln für die Nutzung der Geräte beschlossen.
Nach den Plänen der Großen Koalition sollen in Zukunft alle unbemannten Fluggeräte über 250 Gramm mit einer Art "Nummernschild" versehen werden. Auf der Plakette soll den Namen und die Anschrift des Besitzers verzeichnet sein. Das Ziel: Im Schadenfall sollen Halter einfacher ermittelt werden können. Für größere Modelle sollen zudem eine Art Führerschein und eine Betriebserlaubnis nötig werden. Die maximale Flughöhe werde bei 100 Metern liegen.
Die Zurich begrüßt die Pläne der Bundesregierung: "Die erweiterte Regelung zur Nutzung von Drohnen wird die Sicherheit im Umgang mit den Multicoptern stetig stärken", betont Matthias Gärtner, Leiter Special Risks bei Zurich. "Als Versicherer steht das Thema Sicherheit für uns natürlich im Vordergrund. Bestandteil dessen ist aber ein lückenloser Versicherungsschutz, insbesondere auch für Privatpersonen. Denn für Drohnen besteht eine Versicherungspflicht, welche man mit einer entsprechenden Halter-Haftpflichtversicherung erfüllen kann. Drohnen sind oftmals versicherungstechnisch nicht über die Privat-Haftpflichtversicherung mitversichert", ergänzt der Experte.
Allerdings tun sich viele Versicherer bei der Taxierung der unbemannten Fluggeräte noch recht schwer. Zwar können Drohnen bei vielen Anbietern bereits über die Privathaftpflicht abgesichert werden. So ist für einen Laien oftmals nicht zu erkennen, ob schon ein Schutz besteht, die Drohnen werden schließlich nicht explizit erwähnt werden. Bei der Huk-Coburg sind Flugmodelle bis zu einem maximalen Fluggewicht mitversichert. Voraussetzung: Sie werden nicht von einem Motor angetrieben. Gleichzeitig heißt es in den Bedingungen: "Versichert sind auch Schäden, die durch den Gebrauch versicherungspflichtiger Luftfahrzeuge verursacht werden."
Dennoch gehören Drohnen wohl die Zukunft in der Versicherungsbranche, glaubt Mariusz Janczewski, IT-Berater im Bereich Versicherungen bei der Comarch, in einem exklusiven Gatbeitrag für VWheute. Laut PricewaterhouseCoopers haben Drohnen vor allem in der Schadenabwicklung ein großes Zukunftspotential. Besonders Polen ist weltweit einer der führenden Hersteller dieser Geräte. (vwh/td/usk)
Lesen Sie mehr zum Thema "Flugverbot vom Versicherer" in der aktuellen Ausgabe des Beratermagazins Value.
Bildquelle: Fotolia
Zurich · HUK Coburg · Drohnen
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