Politik & Regulierung

Versicherer begrüßen gleiche Aufsichtsregeln

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Anerkennung der Aufsichtsregeln für Versicherer und Rückversicherer in der EU und den USA stößt in der Branche auf Zustimmung. "Die erfolgreich abgeschlossene Vereinbarung ist eine Win-win Situation für beide Seiten und schafft einen ausbalancierten und fairen Kompromiss für Versicherer, Rückversicherer und Politiker auf beiden Seiten des Atlantiks", sagte der zuständige EU-Kommissar Valdis Dombrovskis.
Die europäischen Rückversicherer schätzen die in den USA rückgestellten Beträge auf eine Summe von 40 Mrd. Dollar, die nunmehr für andere Investitionen frei würden. Die jährliche Ersparnis für die europäischen Versicherer im Amerika-Geschäft beziffert die EU-Kommission auf etwa 400 Mio. Dollar.
"Von der getroffenen Vereinbarung profitieren Versicherer und Verbraucher gleichermaßen", unterstrich Cristina Mihai von Insurance Europe. Die europäischen Versicherer begrüßen die Aufhebung der diskriminierenden Rückstellungen (Collateral Requirements) denen die europäischen Rückversicherer bisher unterworfen waren. Insurance Europe hofft auf eine rasche Umsetzung des Übereinkommens, dem der EU-Ministerrat und das Europäische Parlament noch zustimmen müssen.
Auch beim Branchenverband GDV stieß die Vereinbarung auf Zustimmung. "Künftig soll die Hauptaufsicht über einen in den USA und der EU tätigen Versicherungskonzern in seinem Heimatland liegen. Sicherheitsleistungen (Collaterals), die Rückversicherer im Tätigkeitsland bisher stellen müssen, wenn sie auf der jeweils anderen Seite des Atlantiks tätig sind, werden abgeschafft. Zugleich sollen die Aufsichtsbehörden in den USA und der EU enger als bisher Informationen über die Unternehmen und ihre Geschäfte austauschen", heißt es beim GDV. Dieser zeigte sich "zuversichtlich, dass das für beide Seiten vorteilhafte Abkommen innerhalb der kommenden Monate umgesetzt wird."
Eiopa-Chef Gabriel Bernardino äußerte sich ebenfalls positiv zu der getroffenen Vereinbarung: "This Agreement represents a further step in the successful cooperation between the European Union and U.S. insurance supervisors strengthening supervisory cooperation and enhancing regulatory certainty and opportunities for (re)insurers operating on both sides of the Atlantic for the benefit of consumers. EIOPA will continue its intense cooperation with the U.S. authorities through the work of the EU-U.S. Insurance Project"
Die Hannover Rück äußerte sich auf Anfrage von VWheute ebenfalls positiv zu der Vereinbarung: "Die Hannover Rück war immer ein Unterstützer des Abkommens zwischen der EU und den USA, um auf beiden Seiten des Atlantiks den offenen Markt zu erhalten und zu fördern. Deshalb freuen wir uns, dass die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen worden sind. Beide Parteien müssen nun noch das Abkommen formal bestätigen. Wir sehen die Vereinbarungen als positiv an, sowohl für den Markt als auch für die Hannover Rück." (vwh/td/taf)
Bildquelle: Konstantin Gastmann / pixelio.de
GDV · Eiopa · Hannover Rück
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