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DAI bemängelt deutsche Aktienkultur

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das Deutsche Aktieninstitut (DAI) fordert die Politik auf, sich "für den Einsatz der Aktie beim Vermögensaufbau und für die Altersvorsorge stark machen und die Rahmenbedingungen ändern". Dabei liegen die Vorteile der Aktie "auf der Hand", sagt Christine Bortenlänger, Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts.
"Doch damit die Bürger ihre Scheu vor der Aktie überwinden, muss sich auch die Politik für den Einsatz der Aktie beim Vermögensaufbau und für die Altersvorsorge stark machen und die Rahmenbedingungen ändern", ergänzt die Expertin.
Zwar kenne man "die Sorgen der Menschen und der Politik, dass mit einem Aktieninvestment Risiken einhergehen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass das Verlustrisiko einer breit gestreuten Aktienanlage bei langem Anlagehorizont nahezu null ist", betont Bortenlänger.
Demnach sei 2016 mit einer Gesamtrendite von 6,9 Prozent "ein gutes Jahr für die Aktienanlage im DAX" gewesen, konstatiert die Expertin. So würden sich mit Aktien oder Aktienfonds "langfristig sehr gute Renditen erzielen, ohne dass Anleger dazu übermäßige Risiken eingehen müssen. Breit gestreute Aktieninvestments sollten daher bei langfristiger Perspektive ein fester Bestandteil bei der Geldanlage der Deutschen sein", konstatiert Bortenlänger.
Bereits am vergangenen Freitag hatte die Deutsche Bundesbank mitgeteilt, dass das Engagement der Bundesbürger in Investmentfonds, vor allem Aktien- und Immobilienfonds, mit 6,9 Mrd. Euro im dritten Quartal 2016 ähnlich hoch war, wie in den vorangegangenen Quartalen. Allerdings sei der positive Saldo aus Käufen und Verkäufen von Aktien im gleichen Zeitraum auf 3,3 Mrd. Euro zurückgegangen.

Versicherungen bleiben bei Sparern beliebt

Zwei Vorlieben bleiben die Deutschen laut Bundesbank jedenfalls treu: Neben dem Sparen in Bar und auf dem Bankkonto vertrauen die Deutschen ihr Vermögen noch am ehesten einer Versicherung an. Demnach stiegen nicht nur die Ansprüche der privaten Haushalte an Versicherungs- und Alterssicherungssysteme. Das dortige Geldvermögen wuchs zudem im Vergleich im dritten Quartal 2016 leicht auf 2.097 Mrd. Euro an (Vorjahreszeitraum: 2.003 Mrd. Euro).
Sparbuch und Sparbrief liegen angesichts kaum vorhandener Zinsen jedoch nicht mehr sonderlich hoch im Kurs. Parkten die Deutschen im dritten Quartal 2015 noch rund 613 Mrd. Euro auf den einstmals klassischen Produkten, waren es im dritten Quartal 2016 nur noch 599 Mrd. Euro.

Starinvestor Warren Buffett unter den Top-Drei der Superreichen

Wesentlich gravierender fällt hingegen die globale soziale Ungleichheit aus. Pünktlich zum Beginn des Weltwirtschaftsforums in Davos legte die Entwicklungshilfeorganisation Oxfam ihren neuen Ungleichheitsbericht vor. Demnach kommen die acht Reichsten der Welt auf Besitztümer im Gesamtwert von 426 Mrd. Dollar. Zum Vergleich: die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung mit rund 3,6 Mrd. Menschen besitzt gemeinsam lediglich 409 Mrd. Dollar.
Auf Platz Drei im Ranking der Superreichen beharrt weiterhin Starinvestor Warren Buffett mit einem aktuell geschätzten Vermögen von etwa 60,8 Mrd. Dollar - nach Zara-Gründer Amancio Ortega mit angeblich 67 Mrd. und IT-Rentner Bill Gates mit derzeit etwa 84 Mrd. Dollar. (vwh/td)
Bildquelle: birgitH / pixelio.de
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