Politik & Regulierung

Historischer Beschluss: Gleiche Aufsichtsregeln für Versicherer

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Es ist ein Meilenstein in der Versicherungsaufsicht: Nach über zwanzig Jahren haben sich die EU und die USA auf die gegenseitige Anerkennung ihrer Aufsichtsregeln für Versicherer und Rückversicherer geeinigt. Bei den Banken triften die Vorstellungen beider politischen Mächte dagegen weiter auseinander.
Die großen europäischen Rückversicherer wie Münchener- und Hannover Rück werden wohl am stärksten von den neuen Regeln profitieren. Die Unternehmen werden künftig nur noch von den heimischen Aufsichtsbehörden überwacht, dadurch werden möglicherweise die Tochterunternehmen im amerikanischen Raum obsolet, was zu Einsparungen in der Verwaltung führen sollte. Glaubt man EU-Daten, könnten die Versicherer pro Jahr etwa 400 Millionen Dollar sparen. Im Gegenzug ist es für amerikanische Unternehmen dank der neuen Regelung künftig leichter, im EU-Markt Fuß zu fassen.
Die Aufseher in den Amerika und der EU wollen sich künftig stärker austauschen, um eine qualitativ hochwertige Aufsicht gewährleisten zu können. Das EU-Parlament und der US-Kongress müssen die Vereinbarung noch ratifizieren. (vwh/mv)
Bild: Handschlag nach der Einigung (Quelle: Stefanie Salzer-Deckert / pixelio.de)
Versicherer · BaFin · Aufsicht · EU · USA · Rückversicherer
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