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Helvetia investiert per Fonds in Start-ups

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Immer mehr Versicherer setzen auf Start-ups: Anfang 2017 lanciert die Helvetia einen eigenen Venture Fonds für Investitionen in die ideenreichen Neugründer. Damit will der Schweizer Versicherer strategische und finanzielle Ziele verfolgen. Verantwortlich ist das neu geschaffene Ressort Digital Ventures in der Unternehmensentwicklung, die zukünftig von Martin Tschopp geleitet wird.
Der neue Fonds ist zur Unterstützung der Digitalisierung gedacht und investiert in Start-ups, die zur digitalen Transformation des bestehenden Kerngeschäfts von Helvetia beitragen und innovative Geschäftsmodelle ermöglichen sollen. Über die nächsten Jahre werden 55 Mio. Schweizer Franken in gut 25 Unternehmen investiert, wie Helvetia mitteilt. Hierzu wird der Versicherer eine Fondsgesellschaft in Luxemburg gründen.
Das Ressort Digital Ventures hat die Aufgabe, die Umsetzung der Strategie helvetia 20.20 effizient zu unterstützen und die unternehmensweiten Initiativen und Programme zu bündeln und voranzutreiben. Die Unternehmensentwicklung ist direkt Philipp Gmür, Vorstandsvorsitzender der Helvetia, unterstellt. Die Führung der Unternehmensentwicklung übernimmt im Verlaufe des ersten Quartals 2017 Martin Tschopp, der neu zu Helvetia stößt und zuvor bei UBS tätig war.
Der Fonds verfolgt strategische und finanzielle Ziele: Investiert wird sowohl in versicherungsfremde wie auch Insurtech-Start-ups. Mit allen Start-ups strebt Helvetia eine operative Zusammenarbeit an. Die Investitionen erfolgen primär in den Ländern, in denen die Schweizer aktiv sind.
"Der Helvetia Venture Fonds wird einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der Strategie helvetia 20.20 leisten. Um Geschäftsmodell-Innovationen für uns nutzen zu können, wollen wir auch in entsprechende Start-ups investieren und mit ihnen operativ zusammenarbeiten", erklärt Philipp Gmür.
Helvetia arbeitet im Bereich Venture Capital mit der Firma b-to-v Partners AG, St.Gallen, zusammen. So soll der Helvetia Venture Fonds vom Start-up Dealflow und der Erfahrung von b-to-v profitieren. Die Investment-Entscheidung werden von der Helvetia gefällt.
Mehrere Versicherer setzen mittlerweile in der ein oder anderen Form auf Start-ups, zuletzt hatte die W&W-Gruppe treefin übernommen. (vwh/mv)
Bild: Philipp Gmür (Quelle: Helvetia)
Fonds · Helvetia · Digitalisierung
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