Köpfe & Positionen

Trumps Schwiegersohn schnürt Deal mit Versicherer

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Noch nie waren die Interessenkonflikte so immanent wie beim designierten US-Präsidenten. Das betrifft auch seinen Schwiegersohn Jared Kushner, der als Immobilien-Unternehmer zum Beraterkreis der Trump-Administration gehören wird. Laut Medienberichten habe Kushner nach der US-Wahl sich mit Anbang-Chef Wu Xiahoui getroffen, um über die Sanierung der prestigeträchtigen Immobilie 666 Fifth Avenue in New York zu sprechen.
Das 41 Stockwerke hohe, aber renovierungsbedürftige Gebäude gehört "Kushner Properties", dem Immobilienunternehmen der Kushner-Familie. Als Sohn des einflussreichen Immobilien-Moguls Charles Kushner ist Jared Kushner auf ein Gehalt als Präsidenten-Berater nicht angewiesen. Der Harvard-Absolvent hat laut Wall Street Journal in den vergangenen Jahren 14 Mrd. Dollar in New Yorker Immobiliengeschäfte investiert. Nun ist ein möglicher Immobiliendeal bekannt geworden, der die Diskussionen über Ethik und Vermischung von Politik und Wirtschaft in den Vereinigten Staaten abermals hochkochen lassen könnte. Zumal dieser eine Woche nach der US-Wahl stattfand.
Denn Anbang hat enge Verbindungen zur chinesischen Regierung und bemüht sich seit längerer Zeit recht aggressiv darum, Immobilien in Amerika aufzukaufen. Recherchen der New York Times enthüllten, dass Jared Kushner als Verbindungsmann für diplomatische China-Angelegenheiten zwischen der Obama-Administration und Trumps Übergangsteam fungieren soll. Es heißt, dass Donald Trump auf niemanden so sehr hört wie auf den Mann seiner Tochter Ivanka. Ob die Gespräche zwischen Anbang und Kushners Familienunternehmen am Ende tatsächlich zu einem Deal führen werden, sei noch offen.
Nach eigenen Angaben verfügte Anbang Ende 2015 über ein Vermögen von umgerechnet 244 Mrd. Euro. Laut Bloomberg wurden in den vergangenen Jahren mindestens 13,5 Mrd. US-Dollar für Zukäufe ausgegeben. Anbang hatte 2014 das berühmte Waldorf-Astoria-Hotel in New York gekauft. Im Wettbieten um die Starwood-Hotelkette haben die Investoren aus China im März überraschend ihr milliardenschweres Angebot zurückgezogen. (vwh/dg)
Bild: Jared Kushner gilt zumindest in seiner Außenwirkung als Anti-Trump: Höflich, zurückhaltend, medienscheu. (Quelle: dpa)
Anbang · Donald Trump
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