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Coface fürchtet mehr Risiken in der Türkei

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Regionale Spannungen, größere Sicherheitsprobleme im Land, der gescheiterte Putschversuch im Juli vergangenen Jahres und die Herabstufung des Ratings für die Staatsbonität - dies sind nach Ansicht des Kreditversicherers Coface nur einige Ursachen für die zunehmend gestiegenen Risiken in der Türkei. Für dieses Jahr rechnet Coface daher mit einem Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent.
Dabei geht der Kreditversicherer davon aus, dass vor allem die staatlichen Ausgaben in 2017 zu einem Haupttreiber für die einheimische Wirtschaft sein werden. Demnach erlaube es die geringe öffentliche Verschuldung mit nur 32,9 Prozent zum BIP der türkischen Regierung, ihre Geldpolitik dafür einzusetzen, um wirtschaftliche Einbrüche abzumildern. Zudem habe die Regierung neben einem umfangreichen Investitionsprogramm auch ein Reformprogramm angekündigt. Diese sieht neben Anreizen für Investitionen, Forschung und Entwicklung, auch Einsparungen im Staatshaushalt vor.
Gleichzeitig gehen die Coface-Experten davon aus, dass der Einzelhandel durch die politischen Konflikte, Terroranschläge, sowie die schwache Landeswährung und steigende Inflation erkennbar belastet werde. Auch vom Tourismus, der wegen der Sicherheitsproblematik und des angespannten Verhältnisses zu einigen Nachbarländern eingebrochen ist, seien laut Coface keine Impulse für eine kurzfristige Besserung zu erwarten.
"Entscheidend für die weitere Entwicklung werden auch die Kapitalzuflüsse aus dem Ausland sein", ergänzt Mario Jung, Economist bei Coface in Deutschland. Diese sanken laut Coface von Januar bis September 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent auf 26,9 Mrd. US-Dollar. (vwh/td)
Bildquelle: Bildpixel / pixelio.de
Kreditversicherer · Türkei · Coface
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