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China will Steuerbetrug stärker bekämpfen

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China und Indien wollen den internationalen Steuerbetrug stärker bekämpfen. So hat Indien das Bargeld zumindest teilweise abgeschafft. Diesem Beispiel ist China nicht gefolgt, ergreift allerdings andere Maßnahmen. Nach einer Mitteilung der höchsten chinesischen Steuerbehörde, der State Administration of Taxation, wurde Anfang des Jahres eine großangelegte Untersuchung der Bankkonten von nichtständigen Einwohnern gestartet.
Dazu gehören Ausländer und Auslandschinesen, die nicht in China steuerpflichtig sind, aber in China über Bankkonten verfügen. Nach Behördenangaben müssen alle Banken in China bis Ende 2017 zunächst die Konten von den nichtständigen Einwohnern auflisten, die über ein Kontoguthaben von mindestens 820.000 Euro verfügen. Diese Informationen werden dann an die Finanzbehörden der Staaten weitergeleitet, in denen die betroffenen Personen steuerpflichtig sind. Bis Ende 2018 sollen auch alle Konten mit einem Vermögen von weniger als 820.000 Euro untersucht werden. Diese Kontoinformationen werden dann ebenfalls an die Finanzbehörden im Ausland weitergegeben.
Im Gegenzug hofft die chinesische Steueradministration auf die Kooperation von ausländischen Finanzbehörden. Die State Administration of Taxation möchte steuerrelevante Informationen über Chinesen im Ausland erhalten, die dort nicht steuerpflichtig sind, aber große Geldbeträge auf ihren Konten horten.
Die chinesische Steuerbehörde begründet ihren Schritt mit einer Zusage auf dem G-20-Gipfel im Jahr 2014. Dort sagten sie zu, den internationalen Austausch von Bankinformationen zu ermöglichen. Das Ziel der Maßnahme ist es, die Steuertransparenz zu erhöhen und Steuerbetrug zu bekämpfen. (hy)
Bild: Schanghaier Steuerbehörde (Quelle: hy)
China · Steuerbetrug
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