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Versicherer investieren Milliarden in digitalen Vetrieb

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Kompositversicherer wollen in den kommenden fünf Jahren rund 1,7 Mrd. Euro in die Digitalisierung ihrer Prozesse investieren. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Beratungshauses EY Innovalue hervor. Demnach wollen die 17 befragten Unternehmen bis 2021 etwa 2,7 Prozent ihrer Beitragseinnahmen für digitale Prozesse aufwenden.
Zudem decke die Studie laut Innovalue eine große Diskrepanz zwischen wahrgenommener Relevanz eines digitalisierten Schadenmanagements und dessen tatsächlicher Umsetzung bei den Unternehmen auf. So habe eine Mehrheit der Versicherer bereits Möglichkeiten zur Schadenmeldung über digitale Kanäle geschaffen. Demnach messen laut Umfrages mehr als 75 Prozent der befragten Unternehmen der automatischen Schadenprüfung, automatischen materiellen Deckungsprüfung (bei Frequenzschäden) und der automatischen Prüfung von Gutachten sowie Rechnungen für die Zukunft eine hohe Relevanz bei.
Eine baldige Umsetzung scheint laut Studie jedoch ungewiss. Demnach werde bei 69 Prozent der befragten Unternehmen derzeit noch intern diskutiert, ob und wie Gutachten und Rechnungen überhaupt digital und automatisch geprüft werden können. Bei der Deckungsprüfung diskutiert knapp die Hälfte der Unternehmen eine Umsetzung. Mehr als ein Drittel halten sie zum jetzigen Zeitpunkt für unnötig, konstatiert EY Innovalue weiter.
"Digitalisierte Prozesse können im Versicherungsbetrieb zu hohen Effizienzsteigerungen führen. Dafür sind jedoch erhebliche Investitionen nötig sowie eine Bereitschaft der Mitarbeiter, sich auf diese neuen Prozesse einzulassen und sich ihnen anzupassen. Daran mangelt es in vielen Unternehmen", glaubt Stephan C. Maier, Managing Director bei EY Innovalue und dort Leiter des Kompetenzcenters Operations. (vwh/td)
Bildquelle: Fotolia
Digitalisierung · Innovalue
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