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Blick auf die Börse: Jahresendrally oder Kasse machen?

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Stolze 8,5 Prozent hat der Dax seit Anfang Dezember zugelegt. Das dürfte vielen Akteuren die Jahresperformance gerettet haben. Soll man die Gewinne laufen lassen? Der schwache Euro dürfte weiterhin die Kurse treiben. Allerdings schalten die Börsen traditionell in der Vorweihnachtswoche in den Feiertagsmodus. Die Börsenumsätze werden stark zurückgehen. Händler werden die Gelegenheit nutzen, um Kasse zu machen.
Erst die Kurs-Rally der vergangenen Wochen hat dem Dax auf Jahressicht ein Plus von knapp sechs Prozent verschafft. Im vergangenen Jahr schnitt der deutsche Leitindex mit knapp zehn Prozent noch etwas besser ab.
In den letzten Handelstagen vor Weihnachten können Anleger Experten zufolge mit weiteren Kursgewinnen rechnen. Die Börsen beflügelt weiterhin der mögliche Wirtschaftsboom unter dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump. Die aktuelle Rally habe aber eine Kehrseite, warnt Otmar Lang, Chef-Volkswirt der Targobank. "Je mehr von der 'Trump-Dividende' bereits in den diesjährigen Kursen enthalten ist, desto geringer fällt die Aktienperformance in 2017 aus", sagt er dem Handelsblatt.
Deutsche Aktien profitieren zudem auch von der Schwäche des Euro. Während die EZB die Geldpolitik noch mehr lockert, befindet sich die Fed im Zinserhöhungszyklus. Am Montag wird eine viel beachtete Umfrage unter Einkäufern im Service-Sektor im Dezember veröffentlicht und am Donnerstag die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter. Überraschend gute Daten könnten die Spekulation um steigenden Zinsen in den USA nochmals befeuern.
Am Freitag veröffentlichen die GfK-Marktforscher vergleichbare Konsumzahlen für Deutschland. Darüber hinaus lässt der Ifo-Index am Montag Rückschlüsse auf die Stimmung in den deutschen Chef-Etagen zu. Hier und da dürfte wie jedes Jahr zudem das sogenannte Window Dressing zu beobachten sein, wenn Fondsmanager vor dem Ultimo die Kursgewinner des Jahres kaufen, um so ihren Geschäftsbericht aufzupolieren.
Für ein vorzeitiges Ende der Weihnachtsrally könnte nur noch die italienische Bankenkrise sorgen. Anleger hoffen darauf, dasss der Staat denjenigen Geldhäusern, die nicht ausreichend Geld bei privaten Investoren auftreiben können, mit bis zu 15 Mrd. Euro unter die Arme greift.(vwh/dg)
Bildquelle: Lupo / pixelio.de
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