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Nordamerika bereitet Coface Sorgen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Wirtschaft in Nordamerika bereitet Coface derzeit Sorgen. Demnach hat der Kreditversicherer die Branchenbewertung für den Einzelhandel, den Transport, sowie Textil/Bekleidung und Papier/Holz herabgestuft. Zudem sei Nordamerika im laufenden Quartal die Region mit der stärksten Zunahme von Risiken. Gleichzeitig rechnet der Kreditversicherer mit einem Anstieg der Firmeninsolvenzen.
"Das globale Wachstum ist nach wie vor schwach. Die weiterhin niedrigen Rohstoffpreise belasten die Profitabilität vieler Sektoren. Und die Zunahme des politischen Risikos, hervorgerufen durch Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Sieg von Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen in den USA, den Brexit und eine Reihe von politischen Ereignissen in Europa, könnte dazu führen, dass Unternehmen in den Industriestaaten ihre Investitionsentscheidungen aufschieben", glaubt Coface-Chefvolkswirt Mario Jung. Zudem werde die neuerliche Anhebung des Leitzinses durch die Fed die Kreditkosten erhöhen und die Kaufneigung vieler Haushalte belasten.
Auch für Westeuropa prognostiziert Cofac trotz eines leichten Rückgangs der Insolvenzen einen weiteren Anstieg der Kreditrisiken. So fiel der Bereich Landwirtschaft und Nahrungsmittel um eine Stufe auf "hohes Risiko". Die europäischen Getreideerzeuger - vor allem in Frankreich und Deutschland - litten laut Coface unter einer geringeren Produktion in Verbindung mit weltweit niedrigen Preisen. In Mittel- und Osteuropa verschlechtere sich zudem die Situation im Bausektor, die auf "hohes Risiko" herabgestuft wurde. Hier wirken sich nach Angaben des Kreditversicherers unter anderem der Stopp von Infrastrukturprojekten in Polen aus. (vwh/td)
Bild: Mario Jung (Quelle: Coface)
Kreditversicherer · Coface
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