Schlaglicht

Klimarisiko reißt Millionenlücke bei Versicherern

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das steigende Aufkommen von Klimarisiken reißt im globalen Insurance-Sektor eine enorme Lücke zwischen gesamtwirtschaftlichen und versicherten Schäden. Nach Angaben von Climate Wise, einem Netzwerk führender Versicherer, Broker und Dienstleister, belaufe sich diese auf 100 Mio. US-Dollar. Das ist viermal mehr als noch vor 30 Jahren.
Dass die Versicherer Probleme haben werden, die Lücke zu reduzieren, weiß Climate-Wise-Chairman Maurice Tulloch. Die Industrie sei heute eher darauf beschränkt, Risiken zu vermeiden als sie aktiv zu managen.
Nach Angaben seines Kollegen und Climate-Wise Programm-Managers Tom Herbstein müssten Versicherer externe Stakeholder dabei unterstützen, ihre Widerstandsfähigkeit vor Klimaereignissen zu stärken. Nur außerhalb ihrer klassischen Aufgabe als Risikoträger könnten Versicherer unternehmerisch gewinnen.
Zum internationalen Climate-Wise-Netzwerk gehören Lloyd’s, Aviva, Allianz, XL Catlin, Zurich, QBE, Chubb, Aon, Marsh und Willis.
Allein in Deutschland verursachen Wetterextreme wie Hagel, Trockenheit oder Überschwemmungen im Durchschnitt Ernteschäden von jährlich rund 511 Mio. Euro. Zu diesem Ergebnis kommt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Demnach verändere der Klimawandel auch die Risikolage für die Landwirte. Allein 2003 verursachte eine Dürreperiode Ernteschäden in Höhe von 1,6 Mrd. Euro. (vwh/mst)
Bild: Falk Blümel / pixelio.de
Maurice Tulloch · Tom Herbstein · Climate Wise
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