Schlaglicht

Niedrigzinsen stressen Allianz, Axa und Ergo

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Versicherer hadern mit dem Niedrigzins. Auch die großen Player sind nicht unbetroffen. Neben der Allianz Deutschland wollen die Ergo und die Axa ihre Gesamtverzinsung nach unten fahren. Bei den Münchenern fällt die Verzinsung für 2017 um 0,3 Prozentpunkte auf 3,7 Prozent. Die Axa senkt ihre Gesamtverzinsung auf 3,4 Prozent (Vorjahr: 3,6 Prozent), während die Ergo auf eine Gesamtverzinsung von 2,6 Prozent setzt.
Wie die Allianz Deutschland mitteilt, ergebe sich die Gesamtverzinsung beim Vorsorgekonzept Perspektive aus einer laufenden Verzinsung von 2,9 Prozent (Vorjahr: 3,2 Prozent), einem Schlussüberschuss sowie einem Sockelbetrag für die Beteiligung an den Bewertungsreserven von zusammen weiteren 0,8 Prozent (Vorjahr: 0,8 Prozent).
Beim Vorsorgekonzept Klassik liegt die gesamte Verzinsung nach Unternehmensangaben bei 3,4 Prozent (Vorjahr: 3,7 Prozent). Diese setzt sich laut Allianz aus der laufenden Verzinsung von 2,8 Prozent (Vorjahr: 3,1 Prozent), dem Schlussüberschuss und dem Sockelbetrag für die Beteiligung an den Bewertungsreserven von weiteren 0,6 Prozent (Vorjahr: 0,6 Prozent) zusammen.
Die Axa Leben und ihre Zweigniederlassung DBV Deutschte Beamten Leben wollen ihren Kunden nach eigenen Angaben eine laufende Verzinsung vpn 2,9 Prozent (2016: 3,1 Prozent) anbieten. Als Grund nannte die Anpassung nannte das Unternehmen die weiterhin niedrigen Zinsen. "Wir konnten auch im derzeitigen Kapitalmarktumfeld erneut eine Überschussbeteiligung über dem bisherigen Marktniveau realisieren und gleichzeitig die finanzielle Stabilität unserer Gesellschaft stärken", kommentiert Axa-Vorstand Patrick Dahmen.
Auch die Ergo senkt ihre Gesamtverzinsung 2017 um 0,45 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent. Für ältere Tarifgenerationen mit höherem Garantiezins will der Versicherer die Schlussüberschussbeteiligung reduzieren. Nach Unternehmensangaben beträgt die Summe aus Garantiezins und laufender Verzinsung bei der Ergo Leben im kommenden Jahr 2,25 Prozent. Dazu kommen 0,35 Prozent aus Schlussüberschussbeteiligung und Sockelbeteiligung an den Bewertungsreserven. Damit beträgt die Gesamtverzinsung 2,6 Prozent.
Für die Victoria Leben betragen der Garantiezins und laufende Verzinsung ingesamt 2,05 Prozent. Die Kunden erhalten dazu 0,35 Prozent aus Schlussüberschussbeteiligung und Sockelbeteiligung an den Bewertungsreserven. Die Gesamtverzinsung beläuft sich somit auf 2,4 Prozent. Die Ergo Direkt Lebensversicherung setzt die Summe aus Garantiezins und laufender Verzinsung 2017 auf 2,75 Prozent fest. Die Kunden erhalten dazu 0,25 Prozent aus dem Schlussüberschuss. Die Gesamtverzinsung inklusive des Schlussüberschusses liegt damit bei 3,0 Prozent.
"Die Ergo Lebensversicherer verfügen über starke und belastbare Kapitalanlagen. Wir müssen jedoch heute sicherstellen, dass diese Stabilität unseren Kunden auch zukünftig zugutekommt", kommentiert Michael Fauser, Vorstandsvorsitzender der Ergo Lebensversicherung AG, die Anpassung der Gesamtverzinsung. Das aktuelle Kapitalmarktumfeld und Prognosen über die weitere Entwicklung machen eine Anpassung der Überschussbeteiligung 2017 erforderlich, ergänzt Fauser.
Erst vor wenigen Tagen kündigten die Stuttgarter und die Alte Leipziger sowie die Nürnberger an, ihre Gesamtverzinsung nach unten zu schrauben. (vwh/td)
Bildquelle: I-vista / pixelio.de
Allianz · Ergo · Axa
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