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AIG: Deutlicher Anstieg von Cyber-Erpressungen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Versicherer AIG hat in diesem Jahr einen deutlichen Anstieg von Cyber-Erpressungen festgestellt. Demnach seien laut einem eigenen White Paper insgesamt 16 Prozent aller Cyber-Schäden auf Verschlüsselungs-Ransomware und Cyber-Erpressungen zurückzuführen. Etwa 14 Prozent der digitalen Angriffe Ransomware-Attacken von Datenschutzverletzungen.
Weitere sechs Prozent der gemeldeten Schäden werden demnach laut AIG sogenannten DDos-Attacken zugeschrieben, bei der unzählige internetfähige Geräte gemeinsam ein Ziel angreifen. Die Mehrzahl der Cyberschäden stamme zudem aus Branchen, die ihre Kunden über Datenlecks informieren müssen.
Dazu zählen nach Unternehmensangaben vor allem Finanzdienstleister mit etwa einem Viertel (23 Prozent) aller gemeldeten Cyberschäden in EMEA. Weitere 18 Prozent entfallen laut AIG auf die Bereiche Kommunikation, Medien und Technologie zu unter anderem auch Telekommunikationsanbieter zählen.
Cyber-Erpressung und Ransomware-Attacken treffen nach Angaben von AIG alle Industrien. Demnach würden vor allem Unternehmen attackiert, die über keine IT-Ausrichtung verfügen. Nach Angaben des Versicherers sind die Attacken zudem in kleinen und mittelständischen Unternehmen ausgeprägter, als in großen Konzernen. So konnte unter anderem ein mittelständischer Versicherungsmakler nicht mehr auf Kunden- und Vertragsdaten zugreifen, da diese durch eine Ransomware verschlüsselt wurden.
"In beinahe 100 Prozent der Fälle sind Ransomware-Attacken flankiert von Cyber-Erpressungen in irgendeiner Form," kommentiert Nepomuk Loesti, Head of Liabilities und Financial Lines für die DACH-Region. "Diese Form der Erpressung ist eine lukrative und relativ direkte Art des 'Fast Cash' für Cyber-Kriminelle", ergänzt der Experte Auch wenn die Lösegeldforderungen in der Regel klein bleiben, sei der Schaden für Unternehmen oftmals um ein Vielfaches höher.
Dabei sei die Höhe des Schadens vor allem von der Art der Organisation, dem Ausmaß der verursachten Betriebsunterbrechung sowie dem Bedarf nach forensischer Untersuchung und Systemwiederherstellung abhängig. "Weil viele Unternehmen nicht richtig auf Attacken dieser Art vorbereitet sind, erwarten wir das Cyber-Erpressungen weiter ansteigen werden", prognostiziert Loesti. (vwh/td)
Bildquelle: Axa
AIG · Cyber-Risiken
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