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Privater Verbrauch stützt Deutschlands Konjunktur

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die deutsche Konjunktur bleibt auch 2017 stabil. So rechnet der Kreditversicherer Coface in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent sowie für 2017 mit einem Plus von 1,7 Prozent. Wichtigster Wachstumstreiber ist demnach aus Sicht der Coface-Volkswirte der private Verbrauch, der vor allem durch die derzeit gute Arbeitsmarktlage getrieben werde.
Auch bei den Insolvenzen rechnet der Kreditversicherer im kommenden Jahr mit einem Rückgang von 4,2 Prozent. Mit einem Volumen von etwa 21.000 Insolvenzfällen würde die Zahl der Unternehmenspleiten demnach laut Prognose rund 36 Prozent unter dem Höhepunkt von 2009 mit fast 33.000 Insolvenzmeldungen liegen. Allerdings gehen die Coface-Experten davon aus, dass die voraussichtlichen Insolvenzforderungen deutlich ansteigen werden. So liegt das Forderungsvolumen von fast 20 Mrd. Euro in den Monaten Januar bis August 2016 um fast 70 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.
"Die stabilen Aussichten für die deutsche Konjunktur heißen nicht, dass in der deutschen Wirtschaft im kommenden Jahr Langeweile angesagt ist. Denn von außenwirtschaftlicher Seite gibt es eine Vielzahl von Risiken, die gerade auf die exportabhängige deutsche Volkswirtschaft zurückprallen könnten", glaubt Coface-Volkswirt Mario Jung. Die Aussichten der deutschen Exportwirtschaft für 2017 bleiben entsprechend verhalten. "Mit Blick auf die Top-Ten-Zielländer für deutsche Warenausfuhren fällt auf, dass die konjunkturellen Aussichten für diese Gruppe in der Tendenz schwächer sind als 2016." (siehe DOSSIER)
So haben die Exportraten allein im ersten Quartal 2016 deutlich an Schwung verloren, konstatieren die Coface-Ökonomen. Dabei werde der deutsche Außenhandel von einer wahren Risikomixtur getroffen. Demnach belasten nicht nur Terrorgefahren und kriegerische Konflikte die weltwirtschaftliche Aktivität, sondern auch die Volatilität der Rohstoffpreise, politische Risiken wie der anstehende Brexit, ein zunehmender Protektionismus sowie ein schwächeres Wachstum in zahlreichen aufstrebenden Volkswirtschaften wie insbesondere in China, konstatieren die Experten des Kreditversicherers.
Besonders stark ins Gewicht fallen dürfte nach Berechnungen von Coface die konjunkturelle Abkühlung in vier der fünf wichtigsten Zielländer deutscher
Exporteure. So erwartet Coface für Großbritannien einen Wachstumseinbruch von 1,9 auf 0,9 Prozent, was sich auch empfindlich auf die deutschen Ausfuhren auswirken dürfte. Zudem werde sich die graduelle Wachstumsverlangsamung in China ebenso fortsetzen wie die Eintrübung in den USA, so die Coface-Experten weiter. Auch
Frankreich als Nummer zwei wird voraussichtlich im Jahre 2017 wieder einen leichten Rücksetzer beim Wirtschaftswachstum erleiden müssen, so der Kreditversicherer. (vwh/td)
Bild: Brandenburger Tor (Quelle: td)
Kreditversicherer · Coface
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