Märkte & Vertrieb

Börsenvorschau: Ausnahmezustand in Italien belastet Märkte

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen – normalerweise die Zeit, in der man sich zurücklehnt und das Vergangene Revue passieren lässt. Doch die italienische Politik scheint das anders zu sehen: Es steht ein Referendum zur Verfassung an, dass die Märkte in erhebliche Turbulenzen stürzen könnten.
Im Wesentlichen soll die Reform zu schnelleren politischen Entscheidungen führen, dafür würde der Senat in seinem Wirken begrenzt werden. Die Opposition um den EU-kritischen Beppe Grillo zeigt sich wenig begeistert. Bei einem Scheitern der Verfassungsreform in Italien wird Ministerpräsident Matteo Renzi wohl zurücktreten und es könnte zu Neuwahlen kommen. Marco Wagner von der Commerzbank glaubt, dass bei einem Rücktritt Renzis und deiner möglichen Wahl von Grillo eine neue Staatsschuldenkrise möglich sei. Ganz kritische Geister sehen sogar die EU in Gefahr.
Die Entscheidung in Italien wird laut Experten den Dax paralysieren: Er wird zwischen 10.600 und 10.800 Punkten verharren. Auch der Trump-Effekt, der Dow, Nasdaq und S&P 500 von Rekord zu Rekord peitschte, ist in Deutschland ausgeblieben. "Während an den US-Börsen die Champagnerknorken knallen, ist hierzulande von Partystimmung nicht mehr viel zu spüren", sagt Finanzmarktanalyst Joachim Goldberg.
Apropos Trump, der künftige Präsident scheint den Kurs des Euros bereits vor Amtsantritt zu beeinflussen: Seit seinem Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl verlor die Währung vier Prozent und ist mit rund 1,05 Dollar auf dem niedrigsten Stand seit eineinhalb Jahren.
Die OPEC-Kartellmitglieder werden in der kommenden Woche erneut tagen: Die zu fördernde Menge soll verringert oder zumindest beibehalten werden. Die Experten rechnen nicht mit einer dauerhaften Einigung. Die Auswirkungen auf den Ölpreis sollten daher gering ausfallen.
In der kommenden Woche stehen die Zahlen des Autozulieferer Stabilus und die von Rocket Internet ins Haus. Die Allianz lädt zum Kapitalmarkt nach München ein und wird dort ihre Digital-Strategie präsentieren (siehe BLICK). (vwh/mv)
Bild: Bulle und Bär (Quelle: Cornerstone / pixelio.de)
Börse · Italien · Referendum · Vorschau
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