Schlaglicht

Rentenreform mit Lücken

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Wenn heute der Koalitionsausschuss im Berliner Kanzleramt zum Rentengipfel zusammenkommt, erwarten Experten aller Voraussicht nach keinen großen Wurf. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) plant zwar eine umfassende Rentenreform. Doch die Tücken stecken im Detail, analysiert der Bayerische Rundfunk.
Ein Knackpunkt liegt demnach im Konflikt zwischen Niedriglöhnern und Besserverdienern: "Denn wer gut entlohnt wird und privat vorsorgt, braucht sich in der Regel nur wenige Gedanken um sein Alterseinkommen machen", heißt es beim BR. Ein weiterer Knackpunkt liege zudem in den Plänen der Bundesregierung, die Betriebs- und Riester-Renten attraktiver zu gestalten.
Laut einem Gutachten der Universität Würzburg haben zwar 60 Prozent der Arbeitnehmer eine Betriebsrente abgeschlossen. Ein Problem liege aber vor allem darin, dass Niedrigverdiener gar nicht das typische Klientel der Betriebsrente seien. Hinzu komme das Paradox, dass die private Vorsorge mit der Grundsicherung verrechnet wird. "In der heutigen Situation ist jemand nicht gut beraten, wenn er aus seinem wenigen Einkommen auch noch etwas für seine Altersvorsorge abzweigt. Er könnte es gleich verbrennen", wird der Würzburger Rentenexperte Dirk Kiesewetter zitiert. (vwh/td)
Bildquelle: Allianz Deutschland
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