Schlaglicht

Wachstum trotz Gegenwind

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das Jahr neigt sich allmählich dem Ende, der Blick richtet sich bereits auf 2017. So kann die Versicherungsbranche in den kommenden zwei Jahren laut Swiss Re dank eines moderaten Weltwirtschaftswachstums mit weiter steigenden Prämieneinnahmen rechnen. Gleichzeitig bläst der Branche ein deutlicher Gegenwindentgegen - auch aufgrund der niedrigen Zinsen.
Demnach rechnet der Schweizer Rückversicherer im kommenden Jahr in der Schadenversicherung in diesem Jahr mit einem Prämienanstieg von 2,4 Prozent und in 2017 mit 2,2 Prozent. 2018 könnte dann nach Angaben der Swiss Re ein Plus von 3,0 Prozent zu Buche stehen. In der Schaden-Rückversicherung erwartet der Rückversicherer  einen Prämienwachstum von 2,7 Prozent in 2017 und einem Plus von 2,9 Prozent in 2018.
Deutlich stärker dürften die Prämien hingegen in der Lebensparte wachsen: so geht die Swiss Re in den kommenden beiden Jahren von einem Plus von 4,8 Prozent (2017) und 4,2 in 2018 aus. In diesem Jahr rechnet die Swiss Re mit einem Anstieg von 5,6 Prozent, was vor allem auf die Wachstumsmärkte in Asien zurückzuführen sei.
In den USA rechnet die Swiss Re weiterhin mit einem gedämpften Wachstum von jährlich etwa zwei Prozent, wobei sich die Wahl von US-Präsident Donald Trump in den nächsten zwei Jahren laut Rückversicherer nicht explizit auf die Versicherungsmärkte auswirken werde. Für den Euroraum und Großbritannien rechnen die Ökonomen hingegen mit einem leichten Wachstum von 1,0 bzw. 1,5 Prozent, während Japan voraussichtlich um weniger als ein Prozent wachsen werde.
Damit decken sich die Erwartungen der Swiss Re für die Versicherungsbranche weitgehend mit den Konjunkturerwartungen des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW). So rechnen Experten aufgrund der starken Verunsicherung durch die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in 2017 von einem Prozent (2016: 1,75 Prozent).
Demnach rechnen 39 Prozent der deutschen Unternehmen im kommenden Jahr mit steigenden Produktionszahlen. Rund jeder zweite Betrieb geht hingegen von konstanten Fertigungszahlen aus. Während nur 28 Prozent der Bauunternehmen mit steigenden Produktionszahlen im kommenden Jahr rechnen, gehen die 37 Prozent der Dienstleister von einem Produktions- und Umsatzplus aus. Besonders optimistisch sind hingegen die Firmen im verarbeitenden Gewerbe: Hier rechnen 43 Prozent der Unternehmen mit steigenden Umsatzzahlen. (vwh/td)
Bildquelle: M. Gapfel / pixelio.de
Swiss Re · Konjunktur · IW
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