Politik & Regulierung

Neuseeland: Erdbeben verursacht Millionenschäden

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das schwere Erdbeben in Neuseeland am 14. November 2016 hat nach Einschätzung von Air Worldwide versicherte Schäden zwischen 1,15 Mrd. und 5,3 Mrd. Neuseeländischen Dollar (762 Mio. bis 3,5 Mrd. US-Dollar) verursacht. Demnach wurden infolge des Bebens mehr als 80.000 Erdrutsche und 2.600 Nachbeben registriert. Das Epizentrum lag nahe der Touristenstadt Kaikoura, zwischen Christchurch und der Hauptstadt Wellington.
Allein in Kaikoura wurden laut von Air Worldwide rund 1.200 Bewohner und Touristen evakuiert, zudem wurde der Notstand ausgerufen. Außerdem hat sich der Meeresboden um bis zu zwei Meter erhöht - mit entsprechenden Auswirkungen für die regionale Fischereiindustrie und den Tourismus. Kaikoura ist vor allem bei Touristen für Whale Watching beliebt.
Während die Schäden in Christchurch im Vergleich zu den Beben Ende 2010 und Anfang 2011 wohl deutlich niedriger ausfielen, ist vor allem Wellington an der Südspitze Neuseelands von dem Beben betroffen. Neben Gebäudeschäden waren auch die Strom- und Wasserversorgung sowie das Telefonnetz unterbrochen. Auch einige Straßenverbindungen und Bahnlinien wurden unterbrochen. So ist nach Angaben von Air Worldwide der State Highway 1 durch einen Erdrutsch blockiert.
Die meisten Wohngebäudeschäden werden durch den staatlichen Versicherer, die Erdbeben-Kommission (EQC), reguliert, die mit etwa 4,7 Mrd. Neuseeländischen Dollar (3,3 Mrd. US-Dollar) rückversichert ist. Betroffene Unternehmen mit bis zu 20 Beschäftigten erhalten im Rahmen eines Hilfspakets der neuseeländischen Regierung eine finanzielle Unterstützung bei Gehaltszahlungen, die bis zu acht Wochen in Anspruch genommen werden können. (vwh/td)
Bild: Erdbebenschäden in Neuseeland (Quelle: dpa)
Erdbeben · Neuseeland
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