Politik & Regulierung

Leichter Rentenanstieg bis 2030

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Rentner in Deutschland können bis 2030 mit leicht steigenden Altersbezügen rechnen. So rechnet die Bundesregierung mit einem durchschnittlichen Anstieg der gesetzlichen Renten um bis zu 2,1 Prozent pro Jahr. Dies geht aus dem Rentenversicherungsbericht 2016 hervor, welcher der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Allerdings handelt es sich dabei um Modellrechnungen und keine Prognosen.
Demnach würden die Altersbezüge eines Rentners bis 2030 im Durchschnitt vor Steuern und Sozialangaben von 1.370 auf 1.844 Euro vor Abzug ansteigen. Allerdings weist der Bericht auch deutliche Schwankungsbreiten in den Berechnungen auf, denn die Zahlen sind laut SZ nur ein Anhaltspunkt für die Höhe der Renten. Entscheidend sei vielmehr das Grundeinkommen.
Ebenfalls in den Berechnungen enthalten ist auch die Riester-Rente. Dabei geht die Bundesregierung davon aus, dass deren Verzinsung zunächst bis 2017 auf 2,5 Prozent sinken wird. Bis 2020 rechnen die Rentenexperten hingegen mit einem schrittweisen Anstieg der Zinsen auf 4,0 Prozent.
Gleichzeitig sind viele Bundesbürger nur bedingt bereit, Belastungen in der gesetzlichen Rentenversicherung aus der demografischen Entwicklung mittels eines Nachhaltigkeitsfaktors in der Rentenformel zwischen Beitragszahlern und Rentnern auszugleichen. Laut einer Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) lehnen vor allem auf die 46- bis 65-Jährigen eine solche Regelung ab.
Demnach erachten 77 Prozent den Nachhaltigkeitsfaktor für nicht oder eher nicht gerecht. Anders gesehen wird die Regelung hingegen in der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen, welche diese Form der Lastenverteilung doppelt so häufig als gerecht ansehen. Auch in der Gruppe der 26- bis 45-Jährigen gibt es deutlich mehr Zustimmung für den Nachhaltigkeitsfaktor.
"Vorschläge zu einer Abschwächung oder gar Abschaffung des demografischen Faktors, wie sie verschiedentlich von Politikern ins Gespräch gebracht worden sind, wären also wiederum vor allem im Sinne der rentennahen Jahrgänge. Die Belange der jungen Generation stünden dagegen einmal mehr hintenan", konstatiert DIA-Sprecher Klaus Morgenstern. (vwh/td)
Bildquelle: Uwe Schick / pixelio.de
Rente · DIA
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