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Nachhaltige Geldanlagen wachsen und wachsen

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Zweistellige Wachstumsraten: Was nachhaltige und verantwortliche Geldanlagen in Europa erreichen, davon können andere Wirtschaftszweige nur träumen."Das Wachstum bleibt vielversprechend und spiegelt das steigende Interesse an nachhaltigen Investments in diesem dynamischen Markt", kommentiert der Eurosif-Präsident Will Oulton die European SRI Study für den Zeitraum 2013 bis 2015.
"Die Ergebnisse der diesjährigen Studie belegen das wachsende Interesse von Investoren für Nachhaltige Geldanlagen", erklärt Flavia Micilotta, Geschäftsführerin von Eurosif. Mit 10 Bio. Euro Umsatz sind Ausschlüsse immer noch die beliebteste nachhaltige Anlagestrategie in Europa: Hier werden Investments nach Kriterien wie Menschenrechtsverletzungen, Umweltzerstörung, Tierversuche oder Rüstungsindustrie ausgeschlossen. Die größten nationalen Märkte sind die Schweiz mit 2,5 Bio. Euro und Deutschland mit 1,8 Bio. Euro. In ganz Europa verzeichnen Ausschlüsse ein Wachstum von 48 Prozent. Dieses wird auch getrieben von der Debatte um Divestment, dem Ausschluss von Investments in fossile Energieträger im Zusammenhang mit dem Klimawandel.
Fünf Bio. Euro groß und damit an zweiter Stelle ist das Marktvolumen des normenbasierten Screenings, das Investments nach ihrer Übereinstimmung mit Kriterien der Environment Social Governance (ESG) von OECD und UN überprüft. Die Zuwächse des normenbasierten Screenings betragen 40 Prozent, Frankreich ist der größte Markt mit 2,6 Bio. Euro.
Mit 385 Prozent verzeichnet Impact Investment das stärkste Wachstum. Die Anleger zielen nicht nur auf einen ökonomischen Gewinn ab, sondern auch auf einen sozialen und ökologischen Effekt. Mitunter nehmen sie eine Rendite unter Markdurchschnitt in Kauf. Neben Investitionen in Social Business in Industriestaaten sind Mikrokredite oder Community Investing in Entwicklungsländern klassische Beispiele.
Einen Grund für das anhaltende Wachstum der Nachhaltigen Geldanlagen sehen die Autoren der Studie auch in der politischen Rückendeckung. In Spanien und Italien sei das Wachstum auf die Einführung einer Offenlegungspflicht für spanische Pensionskassen sowie durch das Engagement der italienischen Regierung und Wirtschaft für die nachhaltige Geldanlage zurückzuführen. Die Sparer sollen wissen, in welche Branchen die Pensionskassen ihr Geld lenken. (vwh/de)
Bild: Nachhaltige Energieerzeugung mit Raps und Wind (Quelle: Petra-Bork / pixelio.de)
Eurosif · Nachhaltige Geldanlage
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