Schlaglicht

Prozessbeginn nach Zugunglück von Bad Aibling

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Knapp neun Monate nach dem schweren Zugunglück bei Bad Aibling hat am Donnerstag vor dem Landgericht Traunstein der Prozess gegen den angeklagten Fahrdienstleiter begonnen. Wie der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet, zeigte sich der 40-jährige Klaus P. geständig. Demnach gab er zu, das Signal falsch gesetzt sowie - trotz Verbot - während der Arbeit mit dem Handy gespielt zu haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem angeklagten Fahrdienstleiter daher fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vor. Zudem zeigte sie sich davon überzeugt, dass der Bahnmitarbeiter am Unglücksmorgen beide Züge gleichzeitig auf die eingleisige Strecke geschickt habe. Technische Vorrichtungen, die das eigentlich verhindern, soll er blockiert haben, weil er durch ein Spiel auf seinem Smartphone abgelenkt gewesen sein soll.
Die Verteidigung räumte laut BR zwar die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft ein, ließ aber offen, inwieweit der Mandant seine Sorgfaltspflicht verletzt habe. Der Prozess ist auf sieben Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil wird voraussichtlich am 5. Dezember 2016 gesprochen. (vwh/td)
Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de
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