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Pensionssicherungsverein verzichtet auf Beiträge

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der PSVaG hat für das Jahr 2016 erstmals seit Beginn seines Geschäftsbetriebs einen Beitragssatz von 0,0 Promille (Vorjahr 2,4 Promille) festgesetzt. Hintergrund sei eine günstige Schadenentwicklung. Der Pensionssicherungsverein, Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (PSVaG) zahlt bei einer Insolvenz des Arbeitgebers die Betriebsrenten weiter.
Aufgrund des neuen Beitragssatzes müssen die Mitgliedsunternehmen in diesem Jahr keinen Beitrag zahlen (im Vorjahr rund 782 Mio. Euro). Der Beitragssatz wird bezogen auf die von den Arbeitgebern bis 30. September 2016 gemeldete Beitragsbemessungsgrundlage. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die abgesicherten Rückstellungen für Betriebsrenten in den Bilanzen der Mitgliedsunternehmen, die sich auf rund 333 Mrd. Euro addieren.
Nachdem der PSVaG bereits im Juli über eine günstige Schadenentwicklung informiert hatte, hat sich diese im Jahresablauf noch verstärkt. Hinzu kamen weitere entlastende Komponenten, wie die Überschussbeteiligung vom Konsortium der Lebensversicherer, das die Rentenzahlungen an die Versorgungsberechtigten vornimmt, Erträge aus Insolvenzforderungen und die vorjährige Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Dies hat dazu geführt, dass kein Beitrag für das laufende Geschäftsjahr erforderlich ist. Der langjährige durchschnittliche Beitragssatz liegt bei 2,8 (Vorjahr 2,9) Promille.
Im Pensionssicherungsverein sind rund 94.400 Unternehmen Mitglied. Rechtsgrundlage ist das Betriebsrentengesetz. Hierin ist dem PSVaG ein Umlageverfahren zur Ausfinanzierung seiner Leistungen vorgeschrieben. Deshalb spiegelt sich die Schadenentwicklung eines Jahres im jeweiligen Beitragssatz wider. (vwh/mv)
Bild: Berechnung des Beitrags (Quelle: I-vista / pixelio.de)
bAV · PSVaG · Beitrag · Berechnung
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