Märkte & Vertrieb

Junge Kunden finden Insurtechs besser

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Bei jungen Kunden liegen Start-Up-Versicherer vorne, zumindest in den Disziplinen Transparenz, Kundenservice und Preis-Leistungs-Verhältnis. Menschen mit hohem Bildungsgrad kehren den etablierten Versicherern eher den Rücken, zeigt eine aktuelle Studie von Community Life. Auch bei der Beratung scheint das Vertrauen in die Versicherer nicht besonders groß zu sein.
55 Prozent der Deutschen wollen laut jüngster GDV-Umfrage keine Versicherung online abschließen. Community Life reagiert nun mit einer eigenen Befragung, wonach gerade Kunden der Altersgruppe 18 bis 35 Jahre eher auf Insurtechs als auf traditionelle Versicherer vertrauen. Ein faireres Preis-Leistungs-Verhältnis (54 Prozent), einen weniger bürokratischen Kundenservice (52 Prozent) und eine höhere Transparenz bei Kosten und Leistungen (51 Prozent) bieten Insurtechs aus Sicht der jüngeren Kunden. Eine einfachere Kommunikation versprechen sich alle Altersgruppen von den Start-Ups.
Bei der Produktqualität hapert es allerdings noch. Nur jeder fünfte Befragte schätzt, dass Insurtechs hochwertigere Versicherungsprodukte liefern als die Traditionsversicherer. "Hier ist noch Aufklärungsarbeit notwendig", erklärt Lang. Start-Ups träten meist als Vermittler für einen etablierten Versicherer auf, die Produktqualität sei daher wie bei diesem, wenn nicht gar besser.
Auch der Bildungsgrad der Internetnutzer fällt bei der Beurteilung von Insurtechs ins Gewicht. Je weiter die Befragten in der Bildungsleiter aufgestiegen sind, desto eher vertrauen sie den Start-Ups. Als Umbruch im Markt wertet dies Claudia Lang, Co-Gründerin und Geschäftsführerin der Community Life: "Junge Menschen mit hohem Bildungsgrad haben oft eine Vorreiterrolle. Bald werden die neuen Angebote vom Massenmarkt akzeptiert."
Produktentwicklung und Tarifierung versucht Community Life mithilfe einer Online-Community zu verbessern, bisher mit mäßigem Erfolg: Während der "Ideenpool" weitestgehend leer ist, stellt die Kundschaft sporadisch im Online-Forum eine Produktfrage. Eine richtige Community scheint nicht zu existieren. Seit Februar 2015 vertreibt das Insurtech eine Berufsunfähigkeit- und eine Risikolebensversicherung der Swiss Re-Tochter IPTIQ. (vwh/de)
Bild: Claudia Lange, Community Life (Quelle: Community Life)
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