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VOV setzt auf künstliche Intelligenz

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Kölner D&O-Versicherer will bei der Schadenregulierung künftig auf künstliche Intelligenz setzen. Demnach testet das Unternehmen nach eigenen Angaben in einem Pilotprojekt mit dem Münchener IT-Spezialisten Beck et al. Services GmbH, wie mit der neuen Technologie hochkomplexe Schadensfälle in der Managerhaftung kontrollierter abgewickelt werden können. Voraussetzung sei die Installierung eines eigenen IT-Systems bei der VOV.
"Wir machen derzeit einen Probelauf mit ausgewählten Schadenakten und schauen uns an, wie wir für sie relevante Regeln bauen", erläutert Siegfried Lautenbacher, der Inhaber von Beck et al. Damit könnten beispielsweise dokumentierte Aussagen in den Akten auf Widersprüche hin untersucht werden. Diese entstehen durch Befragungen, die zeitlich sehr weit auseinander liegen.
Allerdings könne die dafür notwendige sprachliche Kompetenz und Kombinierfähigkeit nicht von bereits entwickelter intelligenter Software geleistet werden. "Die Software muss erst noch für die deutsche Sprache optimiert werden und das deutsche Versicherungsrecht kennenlernen", ergänzt der IT-Spezialist.
"Lernende Maschinen sollen künftig den gesamten Prozess der Schadensregulierung vereinfachen und beschleunigen", betont VOV-Geschäftsführer Diederik Sutorius. So verfüge die VOV nach eigener Aussage über das notwendige technologische Know-how und ausreichend Datenmaterial von zahlreichen Versicherungsfällen aus den vergangenen 20 Jahren, um die Einsatzmöglichkeiten von selbstlernender Software zu testen und gegebenenfalls den Anforderungen der Schadensregulierung anpassen zu können. (vwh/td)
Bildquelle: Fotolia
VOV · künstliche Intelligenz
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