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Allianz führt Anti-Burnout-Versicherung ein

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Seelische Belastung durch beruflichen Stress sollen durch ein Produkt der Allianz gelindert werden. Wie durch das Marktforschungsinstitut Ipsos im Auftrag der Allianz ermittelt wurde, fühlen sich drei Viertel der Arbeitnehmer großer psychischer Belastung ausgesetzt. Viele der Betroffenen fürchten, dadurch in ein Burnout zu geraten. Aber nur etwa jeder Vierte gibt an, mit seinem Chef oder mit Kollegen darüber reden zu können.
Die Hemmschwelle, ein entlastendes Gespräch zu suchen, ist oft groß. Diese Schwelle will die Allianz durch ihre Anti-Burnout-Versicherung herabsetzen. Der neue bKV-Baustein VorsorgeExtra übernimmt bei beruflichem Stress, aber auch bei privaten Problemen, einmal im Jahr die Kosten für ein dreimonatiges Telefoncoaching. Absolut vertraulich und kostenlos soll dieses Angebot sein. "Arbeitgeber haben nun die Möglichkeit, effektiv etwas für die seelische Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu tun und Burnout vorzubeugen", erklärt Jan Esser, Vorstand der Allianz Privaten Krankenversicherung.
Laut Ipsos-Studie nehmen von Stress Betroffene eher eine psychologische Betreuung per Telefon in Anspruch, als zum Psychologen zu gehen: 57 Prozent scheuen einen Gang in die Therapiepraxis, aber 68 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass ihnen eine telefonische Seelsorge helfen würde. "Wer offen für die Probleme seiner Mitarbeiter ist, trägt schon viel zur Gesundheit im Betrieb bei. Dabei soll der Chef natürlich nicht den Einzelfall lösen, da ist er der falsche Ansprechpartner. Aber er kann Hilfsangebote machen", sagt die Psychotherapeutin und Allianz-Expertin Nilufar Heydari. (vwh/jh)
Bild: Hauptgründe für Überlastung sind laut Umfrage hohes Arbeitsaufkommen, Zeitdruck und Unstimmigkeit mit den Kollegen. (Quelle: Jorma Bork / pixelio.de)
Allianz · Burnout · Jan Esser · Nilufar Heydari
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