Schlaglicht

Wie gesund sind die Deutschen?

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Den Deutschen geht es gesundheitlich gut oder gar sehr gut, sagen die Zahlenmathematiker vom Statistischen Bundesamt im neu vorgelegten Statistischen Jahrbuch 2016. So liegt die Lebenserwartung der neugeborenen Jungen und Mädchen in Deutschland heute um bis zu 40 Jahre höher als noch zu Zeiten von Reichskanzler Otto von Bismarck. Sorgenfalten bereiten jedoch die üblichen Zivilisationskrankheiten - mit Folgen für die Versicherer.
Während der Fleischkonsum in den vergangenen Jahren relativ konstant geblieben ist, erfreut sich Gemüse - im Gegensatz zu Obst - zunehmender Beliebtheit. Einen Trend zu vegetarischer oder veganer Ernährung wollen die Statistiker aus diesen Zahlen hingegen nicht herauslesen. Dafür verzichten immer mehr Bundesbürger auf Zigaretten und Bier. Auch der Anteil jugendlicher "Komasäufer" ist seit 2012 leicht rückläufig (siehe DOSSIER).
Ein Argument mehr also, mittels Gesundheits-Apps künftig noch mehr die individuelle Lebensführung der Deutschen unter die Lupe zu nehmen? Versicherer und Mediziner sitzen jedenfalls auf nahezu ungehobenen (Daten-)Schätzen, schreibt das Business- und Managementmagazin Versicherungswirtschaft in seiner neuen Ausgabe. Dabei handelt es sich größtenteils um sensible Daten, die - richtig eingesetzt - große Wirkung entfalten können.
Ein Beispiel: Im Netzwerk NeuroTransData arbeiten derzeit rund 100 Neurologen, 55 Psychiater, 70 Nervenärzte, 30 Psychologen und 380 medizinische Fachangestellte. Sie betreuen rund 600.000 Patienten pro Jahr in neurologischen/psychiatrischen Fällen. Diese sind rechtlich zwar eigenständig, arbeiten aber bei der Datenerhebung und -verwendung nach einem einheitlichen Standard.
Die Datenbank ist nach Unternehmensangaben zurzeit für die Krankheitsgruppen Multiple Sklerose, Demenz, Epilepsie, Depression, Schizophrenie und bipolare Störung aktiviert. Bald sollen auch andere Krankheitsgruppen wie Parkinson oder zerebrale Ischämie erfasst werden. Zudem ist diese mit anderen Datenbanken vernetzt, wodurch auch die Erkenntnisse wissenschaftlicher Studien einfließen.
Mehr zum "deutschen Patienten" lesen Sie in Kürze in der neuen Ausgabe der Versicherungwirtschaft. (td/lie)
Bildquelle: knipseline / pixelio.de
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