Politik & Regulierung

"PKV auf absteigendem Ast"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
"Wenn wir in der Politik noch einige Jahre abwarten, dann wird sich die PKV ökonomisch von selbst erledigt haben, da braucht es dann keine politische Initiative mehr. Ein solcher Zusammenbruch würde dann allerdings unangenehm für alle PKV-Versicherten. Deswegen sollten wir vorher handeln." Diese klaren Worte äußert Harald Weinberg, Sprecher für Gesundheitsökonomie der Fraktion Die Linke im Bundestag.
Ursächlich für diese Entscheidung ist eine Anfrage der Linken an die Bundesregierung zum Thema PKV. Nach übereinstimmenden Medienberichten muss die PKV die Beiträge weiter erhöhen, da mit den Kapitalanlagen nicht ausreichend Zinsen erwirtschaftet werden, um die Zusagen für die Verzinsung der Altersreserven zu erfüllen.
Für Weinberg ist die Lage klar: "Statt immer wieder beschönigende Worte zu finden, sollte die Bundesregierung den Realitäten ins Auge sehen. Das duale Versicherungssystem ist gescheitert. Wer es retten will, riskiert das Geld der Versicherten, sowohl in der GKV als auch in der PKV." (siehe KÖPFE).
Allerdings rechnet der GKV-Spitzenverband, dass der Zusatzbeitrag für die Versicherten bis 2019 auf 1,8 Prozent steigen könnte. Demnach würde sich für einen Arbeitnehmer mit einem monatlichen Bruttoeinkommen über der Beitragsbemessungsgrenze gegenüber heute um 78,86 Euro um 11,85 Prozent auf 744,15 Euro erhöhen, heißt es bei Assekurata. (vwh/mv)
Bildquelle: Fotolia
PKV · GKV · Beitragseinnahmen · Die Linke
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