Köpfe & Positionen

Inga Beale kämpft um die Kundschaft vom Kontinent

Von Christoph BaltzerTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
In einer von Entschlossenheit geprägten Rede bekräftigte Inga Beale den Willen von Lloyd's, weiter Zugang zum kontinentaleuropäischen Markt zu behalten. "Wir können hier nicht untätig sein", sagte die Lloyd’s-Chefin auf dem Rückversicherungstreffen in Baden-Baden. "Wir wollen weiter Zugang zu den EU-Märkten", betonte sie am Dienstag Abend auf dem Lloyd's Empfang.
Lloyd’s macht elf Prozent seines Geschäft in Kontinentaleuropa. Aber nur vier Prozent seien tatsächlich durch den Brexit in Gefahr, sagte Beale. Nach dem Brexit gibt es zwei Möglichkeiten für Lloyd's, weiter auf dem Kontinent tätig zu ein. Die eleganteste wäre ein Tochterunternehmen in einem EU-Staat. Die britische Regierung möchte allerdings ein Abwandern von Lloyd's verhindern, und sei es nur ein partieller Abschied aus der City.
Als Alternative müsste Lloyd's Lizenzen in den einzelnen EU-Staaten beantragen. "Wir prüfen die Kosten und Risiken dieser Optionen", sagte Beale vor den zahlreichen Geschäftspartnern von Lloyd's, die derzeit in Baden-Baden die Verträge für 2017 aushandeln. Beale ist das erste Mal seit ihrem Abschied von Converium in den badischen Kurort gefahren. "Ich war zehn Jahre lang in Baden-Baden, das letzte Mal im Jahr 2006", sagte Beale.
Damals war sie für Converium tätig gewesen, wo sie kurzfristig an die Unternehmensspitze rückte. In einer turbulenten Zeit handelte sie für die Converium-Aktionäre ein deutlich besseres Angebot von der Scor heraus, in der Converium dann aufging. Beale war in ihrer Jugendzeit Rugbyspielerin. Auch bei schlechtem Wetter ein Spiel zu gewinnen, ist für sie nichts Ungewöhnliches. (ba)
Bild: Inga Beale, Vorstandschefin von Lloyd's (Quelle: Lloyd's)
Lloyd's · Inga Beale
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