Köpfe & Positionen

"Riecher für faule Angebote entwickeln"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die digitalen Finanzdienstleister mischen derzeit den deutschen Markt auf. Rund 400 Anbieter tummeln sich derzeit in Deutschland. Felix Hufeld, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), empfiehlt dem Verbraucher jedoch, "dass er wie auch sonst im Internet einen Riecher für faule Angebote entwickeln muss".
Denn: "Viele der Unternehmen, die dort an den Markt gehen, wahrscheinlich die Mehrzahl, sind derzeit nicht reguliert, weil sie Geschäftsmodelle haben, die nicht der Finanzaufsicht unterliegen", konstatiert der Bafin-Chef in einem Interview mit der Berliner Zeitung. Daher sei "der Verbraucher mit Sicherheit gut beraten, sich genau umzutun, wem er Geld anvertraut", warnt Hufeld.
Die Bafin selbst mache bei Fintechs hingegen "grundsätzlich keine Produktaufsicht. Auch nicht bei den etablierten Banken", ergänzt Hufeld. "Wir haben zwar seit Neuestem die Möglichkeit, Produkte zu verbieten, wenn sie gegen Grundsätze des kollektiven Verbraucherschutzes verstoßen. Das ist aber eine Ultima Ratio, die wirklich nur als äußerste Grenze zu ziehen ist. Daraus ist keine Prüfung einzelner Produkte abzuleiten - auch nicht für Fintechs", ergänzt der Bafin-Präsident.
Vielmehr sei es "durchaus eine Herausforderung zu begreifen, was genau die einzelnen Geschäftsmodelle tun. Das erfordert auch für uns eine Lernkurve", ergänzt Hufeld. "Dabei, das haben wir immer wieder betont, gelten grundsätzlich die gleichen Regeln. Natürlich sind die aber proportional anzuwenden, also angemessen für die Größe und das Risikoprofil einer Bank", betont der Bafin-Chef. (vwh/td)
BaFin · Felix Hufeld · Fintechs
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