Schlaglicht

Und sie steigen weiter

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Die Politik wollte mit der Mietpreisbremse den stark ansteigenden Mietpreisen entgegenarbeiten. Es war vergebens – die Mietpreisbremse verpuffte insbesondere in den deutschen Großstädten, für die Sie eigentlich konzipiert wurde.
Schuld daran sind aber nicht Fehler in der Konzeption des Gesetzes, sondern, dass die Mieter sich nicht trauen, ihr Recht zu erstreiten. In ganz Berlin gab es sechs Klagen gegen Vermieter wegen zu hoher Mieten. In den Städten Hamburg, München, Frankfurt am Main und Stuttgart gab es noch gar keine Klagen, wie die Frankfurter Zeitung meldete.
Der Immobilienmarkt wird reguliert, doch das führt weder zu sinkenden Mieten noch zu einem Rückzug der Investoren aus dem Markt, die Wohninvestments nach Renditeaspekten ausrichten. An sinkende Marktpreise ist nicht zu denken: "Ich denke, man kann in diesem Zusammenhang noch lange nicht von einer Kehrtwende sprechen", sagt Ulrich Gold, Niederlassungsleiter von Dr. Klein in München. (siehe DOSSIER)
Alle Sparer, die auf Betongeld setzen, freuen die steigenden Mieten. Dennoch ist die Immobile zur Altersvorsorge wenig geeignet. Andere Anlageformen versprechen dank staatlicher Förderung bessere Renditen. Das sagen zumindest der Finanzberater Lukas Zetzl und Michael Hauer vom Institut für Vorsorge und Finanzplanung. (siehe KÖPFE)
Vielleicht ändert sich das, wenn die Finanztransaktionssteuer kommen wird. Bereits im Dezember soll eine Entscheidung über eine europaweite Steuer auf Finanzprodukte fallen. In Brüssel haben zehn EU-Finanzminister über deren Einführung beraten. EU-Finanzkommissar Pierre Moscovici verkündete sogar eine Einigung bezüglich der Grundprinzipien der Steuer. (siehe POLITICS) (vwh/mv)
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Finanzprodukte · Steuer · Mietpreisbremse · Staat
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