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Zahlen LV-Kunden Kosten doppelt?

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Verbraucherzentrale Hamburg (VZH) hat bereits im September ein Urteil gegen die HDI Lebensversicherung erstritten: Laut der VZH hätte das Urteil den Ansatz von zweierlei Abschlusskosten für Lebens- und Rentenversicherungen verboten. Die Hamburger veröffentlichten auf ihrer Webseite einen Beitrag zum Urteil, der GDV reagiert umgehend.
Die VZH schreibt in dem Beitrag, dass die HDI Lebensversicherung, aber auch jede andere Versicherungsgesellschaft, "die zusätzlich Abschlusskosten über die gesamte Laufzeit einer Kapitallebens- oder privaten Rentenversicherungspolice verteilt hat", zur einer Nachzahlung verpflichtet sei. Die VZH vermutet, dass tausende Verträge davon betroffen sind. In dem Beitrag wird auch ein Musterbrief verlinkt, der dabei helfen soll, gegen die "doppelte Kostenverrechnung bei Kapitallebens- und privaten Rentenversicherungen" vorzugehen.
Der GDV schreibt als Antwort auf den Beitrag in einer Stellungnahme: "Versicherungskunden zahlen keine Abschlusskosten 'doppelt'. Dies geht - anders als von der Verbraucherzentrale Hamburg behauptet - auch nicht aus dem Urteil des Kölner Oberlandesgerichts hervor. Eine Aufteilung der einkalkulierten Abschluss- und Vertriebskosten auf verschiedene Berechnungsansätze schließt das Gericht nicht aus. Dies wäre auch ein Widerspruch zur geltenden Rechtslage: Versicherer dürfen Abschlusskosten sehr wohl in einmalige und laufende Kosten aufteilen. Die gesetzliche Abschlusskostenbegrenzung von 2,5 Prozent bezieht sich nur auf die einmaligen, gleichmäßig auf die ersten fünf Jahren nach Vertragsschluss zu verteilenden Abschlusskosten. Die Abschlusskosten insgesamt dürfen höher sein." (vwh/mv)
Bild: Amtsstempel. (Quelle: Alexandra-H / pixelio.de)
GDV · Verbraucherzentrale · LV · Recht
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