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Sturm- und Hagelschäden steigen um 75 Prozent

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die versicherten Schäden durch Naturgefahren sind 2015 gestiegen: Die Sachversicherer haben rund 1,9 Mrd. Euro geschultert, die Kfz-Versicherer etwa 700 Mio. Euro. Im Vergleich zu 2014 ist die Gesamtzahl der Sturm- und Hagelschäden um 75 Prozent gestiegen.
Die gesamte Schadenbilanz von knapp 2,6 Mrd. Euro ist fast ausschließlich von Sturm- und Hagelschäden geprägt. 2014 hatte die Naturgefahrenbilanz noch knapp zwei Mrd. Euro Schäden für die Versicherer ausgewiesen.
"Die Natur zeigt 2015 wieder einmal eindrucksvoll, worauf wir uns einstellen müssen. Nur ein einziger Sturm verursacht ein Drittel aller Schäden", sagte Alexander Erdland, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), bei der Vorstellung des Naturgefahrenreports am Donnerstag in Berlin.
Stürme wirken sich vor allem in der Schadenbilanz der Sachversicherer aus, Hagelschäden dominieren bei den Kfz-Versicherern. Wintersturm "Niklas" etwa hinterließ im März 2015 Gebäudeschäden in Höhe von 750 Mio. Euro und zählt damit zu den fünf schwersten Winterstürmen in Deutschland seit 1997.
Die Schadenlast von 2015 sei zwar verglichen mit 2013, als die Versicherer 7,2 Mrd. Euro Naturgefahrenschäden bewältigten, überschaubar. In der Langzeitbetrachtung sei jedoch bereits erkennbar, dass sich der Wechsel zwischen schadenarmen und schadenreichen Jahren verkürzt. Die Unwetterserie im Frühsommer 2016 beträgt bereits 1,2 Mrd. Euro.
"Steigende Schäden sind jedoch kein Naturgesetz. Wenn wir die Risiken beherrschbar halten wollen, dann müssen wir jetzt alles tun, damit das Zwei Grad Ziel eingehalten wird", sagte Erdland. Das Klimaschutzabkommen von Paris biete die Chance, den Klimawandel zu stoppen. (vwh/mv)
Bild: Sturm mit Hagel. (Quelle: Uschi Dreiucker / pixelio.de)
GDV · Versicherung · Unwetter · Alexander Erdland
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