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SpaceX-Raketenexplosion: Musk vermutet Sabotageakt

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Auch nach einem Monat ist die genaue Ursache der Explosion der Falcon-9-Rakete völlig unklar. Nun kommt der Raumfahrtfirma SpaceX offenbar der Verdacht, dass der Erzrivale United Launch Alliance (ULA) mit der Panne etwas zu tun haben könnte. Auf dem Dach des neben dem Startplatz liegenden ULA-Büros seien verdächtige Aktivitäten registriert worden, berichtet die Washington Post. Die Rakete war nicht versichert.
Anstatt in die Erdumlaufbahn, flog die Rakete des Raumtransportdienstleisters SpaceX, am 1. September im Vorfeld eines Testlaufs am Cape Canaveral wortwörtlich in die Luft. Die Detonation des Flugkörpers zerstörte auch den bereits geladenen Satelliten "Amos 6" der israelischen Gesellschaft Space Communications. Neben dem Sachschaden hat der Vorfall auch Konsequenzen für das Facebook-Projekt Internet.org, welches kostenlosen Internetzugang nach Afrika bringen soll. CEO Marc Zuckerberg zeigte sich "tief enttäuscht" über den missglückten Start und die Vernichtung des Satelliten.
Obder Versicherungsschutz des Himmelskörpers von 300 Mio. US-Dollar greift, ist noch unklar: Der Unfall hatte sich während eines Routinetestlaufs ereignet, die Police beschränkt sich allerdings auf tatsächliche Starts. Die Rakete hingegen war nicht versichert.
Bisherige Untersuchungen zur Unfallursache brachten kein Erfolg. Zwar teilte die Raumfahrtfirma mit, dass sich eine Unregelmäßigkeit im Sauerstofftank der oberen Raketenstufe während des Tankens ergeben habe, ein handfester Grund für die Explosion konnte jedoch noch nicht gefunden werden. Die Ermittler tappen noch im Dunkeln, und Elon Musk schließt Sabotage als Ursache der Explosion nicht aus. So wurden dem Vernehmen nach während der Vorbereitungen auf den Test auf dem Dach des benachbarten ULA-Gebäudes ein merkwürdiger Schatten und ein weißer Fleck fotografiert. Ein SpaceX-Mitarbeiter wollte das Dach des Konkurrenten untersuchen, ihm wurde jedoch der Zugang verwehrt.
Musk hatte erst in den vergangenen Wochen bekannt gegeben, SpaceX zu einem privaten Weltraum-Frachtunternehmen ausbauen zu wollen und den Mars sogar besiedeln zu wollen. Boing-Chef Dennis Muilenberg hat was dagegen: Auf der "What’s Next"-Konferenz in Chicago zeigte er sich überzeugt: Der erste Mensch, der einen Fuß auf den Mars setzt, wird dort mit einer Boeing-Rakete ankommen. Boeing konzentriert sich wie SpaceX nicht nur auf den Weg zum Mars, sondern auch auf das Leben auf dem roten Planeten. Beide Unternehmen sehen im sogenannten "space tourism" ein riesiges Wachstumspotenzial. (vwh/de/dg)
Bildquelle: korneloni / pixelio.de
Tesla · Elon Musk
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