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Munich Re entwickelt Produkte mit Simplesurance

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Erst ist die Allianz eingestiegen, demnächst verkauft man in neun Ländern Versicherungen an Huawei-Kunden. Nun will auch die Munich Re mit Simplesurance kooperieren und erstmals gemeinsame Produkte entwickeln. Das Berliner Start-up, das Policen für Smartphones und Laptops in 28 EU-Ländern über eigene Online-Portale wie Schutzklick.de verkauft, arbeitet bereits unter anderem mit Ergo und  R+V zusammen.
Bislang agiert Simplesurance als Vermittler für Versicherer wie Allianz, Ergo Direkt, R+V, Arag und die US-Gesellschaft Assurant. "Durch die Kooperation mit Munich Re können wir zum ersten Mal die Policen selbst entwickeln", sagt Gründer und Chef Robin von Hein. Simplesurance arbeitet dabei mit der Munich-Re-Geschäftseinheit Digital Partners in London zusammen. Hier bündelt der Rückversicherer seine Kooperationen mit Start-ups. Wie bei den anderen Versicherungen, die Simplesurance verkauft, soll es um solche gehen, die sich zusammen mit Produkten online verkaufen lassen. "Wir wollen Ende des Jahres, spätestens im ersten Quartal 2017, die erste Police auf den Markt bringen", wird Hein in der Süddeutschen Zeitung zitiert. Um den Verkauf und die spätere Schadenabwicklung würde sich demnach Simplesurance kümmern, die Versicherungsrisiken trage die britische Munich-Re-Tochter Great Lakes.
Für Munich Re ist die Kooperation mit Simplesurance ein wenig heikel, da die Münchner damit ihren eigenen Kunden, den Erstversicherern, Konkurrenz machen. Der Rückversicherer hat bereits im Juli eine Zusammenarbeit mit dem US-Start-up Slice Labs vereinbart. Die Firma will Kurzzeitpolicen für Gewerbetreibende anbieten, etwa Versicherungen für Uber-Fahrer.
Für viele Versicherer sind deutsche Insurtechs keinesfalls Konkurrenten, sondern willkommene Kooperationspartner, da die Mehrheit der jungen Wilden wie Clark, Knip, Asuro oder Getsafe als Makler agieren, die digitale Versicherungsordner anbieten. Bafin-Präsident Felix Hufeld sagte gegenüber VWheute in diesem Zusammenhang, dass Insurtechs nur im Vertrieb innovativ seien. Das bestätigt auch die Studie von Oliver Wyman und Policen Direkt. Dennoch sind die jungen Player Treiber der Digitalisierung in der Branche.
Genau das ist das Geschäftsmodell von Simplesurance: "Die komplette Digitalisierung aller versicherungswirtschaftlichen Abläufe und die Einfachheit für unsere Kunden. Das reicht vom Bestellprozess bin hin zur Schadensabwicklung – alles aus einer Hand", sagt Hein. Das hat auch die Allianz überzeugt, sie hält seit Juni eine Minderheitsbeteiligung an Simplesurance. Über Anteilsgröße und gezahlte Summe ist nichts bekannt. "Die Zusammenarbeit mit einem globalen Konzern wie Allianz hilft uns enorm bei der Expansion im Ausland", so Hein. (vwh/dg)
Bild: Robin von Hein, CEO von Simplesurance (Quelle: Simplesurance)
Allianz · Munich Re · simplesurance
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