Schlaglicht

Unterversicherung bekämpfen

Von Christoph BaltzerTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
In den vergangenen drei Jahrzehnten hat die Unterversicherung auf der Welt zugenommen, stellt die Geneva Association fest. Die Lobbyorganisation der großen Versicherungskonzerne appelliert an Regierungen und internationale Organisationen, Versicherer stärker in die Katastrophenbekämpfung einzubeziehen. Mit höherer Versicherungsdurchdringung sinkt die Belastung der Steuerzahler, argumentiert die Organisation.
Die Zahl der Katastrophenereignisse steigt, stellt die Geneva Association fest (Grafik). In den vergangenen dreißig Jahren haben Wetterschäden mehr als 600.000 Menschenleben gekostet, heißt es in einem jetzt veröffentlichten Bericht. Die wirtschaftlichen Schäden aus Wetterextremen beziffert die Organisation auf drei Billionen US-Dollar.
"Es gibt eine gewaltige noch nicht realisierte Möglichkeit, Katastrophenrisiken weiter zu reduzieren, wenn der private und der öffentliche Sektor effektiver die potenziellen Beiträge der Versicherungsbranche nutzen", merkt Anna Maria D'Hulster an, Generalsekretärin der Genfer Vereinigung. "Angesichts der zunehmenden menschlichen und wirtschaftlichen Schäden ist es notwendig, diese Möglichkeiten zu nutzen."
15.700 Katastrophenereignisse zählt die Munich Re zwischen 1980 und 2015. Davon waren 91 Prozent durch Wetterereignisse verursacht und könnten mehr oder weniger problemlos versichert werden. In den vergangenen dreißig Jahren ist der Anteil der unversicherten Katastrophenschäden stark gestiegen. Vor dreißig Jahren betrug der Anteil der unversicherten Katastrophen 0,02 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Jetzt sind es 0,12 Prozent. In armen Ländern sind oft mehr als 95 Prozent der Schäden nicht versichert. (ba)
Katastrophenschäden · Geneva Association
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