Schlaglicht

Allianz verkauft OLB und will Bail-Out für Deutsche Bank

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Andreas Utermann glaubt nicht, dass die Bundesregierung um einen Bail-Out der Deutschen Bank herumkomme, wenn die Finanzlage des Institutes sich weiter verschlechtere und ein Eingreifen nötig wäre. "Sie ist zu bedeutend für die deutsche Wirtschaft", sagt der Chief Investment Officer der Allianz Global Investors gegenüber Bloomberg. Derweil prüft der Versicherer "verschiedene strategische Alternativen" für eine Veräußerung seiner Anteile an der Oldenburgischen Landesbank (OLB).
Von einer teilweise oder vollständigen Veräußerung ist die Rede, teilte die OLB am Dienstag mit. Es würden bereits Gespräche mit möglichen Kaufinteressenten geführt. Ein Allianz-Sprecher wollte sich auf Anfrage nicht zu Details äußern. Die OLB war im Zuge der Übernahme der Dresdner Bank durch die Allianz vor 15 Jahren an den Versicherer gegangen. Die Allianz Deutschland AG hält laut OLB-Website noch rund 90 Prozent der Aktien an der Bank. Der Rest liegt bei privaten Investoren und Aktionären aus der Belegschaft. An der Börse ist die OLB derzeit gut 331 Mio. Euro wert. Nach eigenen Angaben hat die OLB mehr als 450.000 Firmen- und Privatkunden. Das Geldhaus schrieb zuletzt schwarze Zahlen.
Derweil erhöht die Allianz den Druck auf die Bundesregierung. "Ich glaube kein bisschen, dass Deutschland letztlich nicht aushelfen wird, wenn die Deutsche Bank in Schwierigkeiten steckt" sagt Utermann. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich zu dem Thema: "Zur Deutschen Bank möchte ich nur soviel sagen, dass die Deutsche Bank ein Teil des deutschen Banken- und Finanzsystems ist", sagte die CDU-Politikerin am Dienstag in Berlin auf die Frage, ob sie besorgt sei, dass der Staat eingreifen müsse. "Und dass wir uns natürlich wünschen, dass alle Unternehmen, auch wenn es temporäre Schwierigkeiten gibt, eine gute Entwicklung nehmen." (vwh/dg)
Bildquelle: OLB
Auch interessant
Zurück
19.03.2019VWheute
Aus 1 und 1 sollen 3 werden: Axa Art und Axa XL mit gemein­samem Markt­auf­tritt In Maastricht hat dieser Tage wieder die altehrwürdige Kunst- …
Aus 1 und 1 sollen 3 werden: Axa Art und Axa XL mit gemein­samem Markt­auf­tritt
In Maastricht hat dieser Tage wieder die altehrwürdige Kunst- und Antiquitätenmesse Tefaf ihre Pforten für das Preview- und Vernissagepublikum geöffnet. Wieder vertreten ist in diesem Jahr …
21.01.2019VWheute
BRSG: "Je schneller geschossen wird, desto geringer ist die echte Erfolgs­chance" Heribert Karch sieht im BRSG einen notwendigen Weg, die Chancen für …
BRSG: "Je schneller geschossen wird, desto geringer ist die echte Erfolgs­chance"
Heribert Karch sieht im BRSG einen notwendigen Weg, die Chancen für die Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung im Rahmen der jüngeren deutschen Rentenpolitik drastisch zu erhöhen. Das …
19.12.2018VWheute
Studie: Last­schriften sind beim Versi­che­rungs­kunden out Versicherungsschutz gibt es bekanntlich nicht umsonst. Doch wie überweisen die …
Studie: Last­schriften sind beim Versi­che­rungs­kunden out
Versicherungsschutz gibt es bekanntlich nicht umsonst. Doch wie überweisen die Versicherungskunden eigentlich am liebsten ihre Prämien? Eine aktuelle ibi-Studie mit dem markanten Titel "Bezahlverhalten von …
14.05.2018VWheute
Vertriebe verzwei­feln: Unwetter nehmen zu, aber die Kunden wollen sich nicht dagegen versi­chern Wieder wüteten Stürme in Teilen Deutschlands. Ohne …
Vertriebe verzwei­feln: Unwetter nehmen zu, aber die Kunden wollen sich nicht dagegen versi­chern
Wieder wüteten Stürme in Teilen Deutschlands. Ohne Frage, die Zahl schwerer Naturereignisse nimmt zu. Dennoch leisten sich die Besitzer von elf Millionen Wohngebäuden  (von insgesamt…
Weiter