Märkte & Vertrieb

Versicherer verweigern Rechtsschutzpolice für Gemeinde

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Verwaltungsmitarbeiter und Gemeindevertreter von Blankenfelde-Mahlow müssen künftig im Falle einer Anzeige die Anwaltskosten allein tragen. Die bisherige Versicherung WGV hat die Rechtsschutzversicherung zum Jahresende gekündigt, berichtet die Märkische Allgemeine. Kein Einzelfall. Laut dem Bericht gilt Brandenburg unter Versicherern als Risikoland.
"Es dürfte schwierig werden, eine neue Versicherung zu finden", sagt Hauptamtsleiterin Katharina Schiller. Auch die Roland-Versicherung hatte ihr Angebot zurückgezogen. Wie die Hauptamtsleiterin mitteilt, gebe es nur wenige Anbieter für kommunale Strafrechtsschutzversicherungen auf dem Markt.
In Blankenfelde-Mahlow hat es in den vergangenen Jahren immer wieder Ermittlungen gegen Verwaltungsbeschäftigte und Gemeindevertreter gegeben. "Nachdem die Informationen zum Schadenverlauf sowie zur Kündigung durch den Vorversicherer vorlagen, haben wir das Angebot zurückgenommen“, begründet Roland-Sprecherin Julia Vitale den Rückzug des Versicherers.
Laut dem Zeitungsbericht habe ein Versicherungsmitarbeiter der Hauptamtsleiterin gesagt, dass dies ein Problem in ganz Brandenburg sei. Wegen Ermittlungen der Neuruppiner Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen kommunale Amts- und Mandatsträger gilt Brandenburg unter Versicherungen offenbar als Risikoland. (vwh/dg)
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