Schlaglicht

Höheres Armutsrisiko in Westdeutschland

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
In Deutschland waren 2015 insgesamt 15,7 Prozent der Bevölkerung von monetärer Armut bedroht. Dies waren 0,3 Prozentpunkte mehr als 2014 und ein Prozentpunkt mehr als 2005, berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel Online unter Berufung auf das Statistische Bundesamt. Zudem verzeichnen die Statistiker große regionale Unterschiede.
Demnach sind im Westen Deutschlands mehr Menschen von Armut bedroht als vor zehn Jahren. Im Osten ist die Entwicklung mit Ausnahme von Berlin dagegen laut Nachrichtenmagazin rückläufig. Laut Statistischem Bundesamt wies im vergangenen Jahr Bremen mit 24,8 Prozent das bundesweit höchste Armutsrisiko auf, gefolgt von Berlin mit 22,4 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern mit 21,7 Prozent. Die niedrigsten Armutsgefährdungsquoten hatten hingegen Bayern mit 11,6 Prozent, Baden-Württemberg mit 11,8 Prozent und Hessen mit 14,4 Prozent.
Den stärksten Anstieg im Zehn-Jahres-Vergleich verzeichnete Nordrhein-Westfalen mit einem Plus von 3,1 Prozentpunkte auf 17,5 Prozent (2005: 14,4 Prozent), gefolgt von Berlin mit einem Plus von 2,7 Prozentpunkten (2005: 19,4 Prozent)und Bremen mit einem Anstieg von 2,5 Prozentpunkten (2005: 22,3 Prozent).
Einen deutlichen Rückgang des Armutsrisikos von jeweils 2,4 Prozentpunkten verzeichneten hingegen Mecklenburg-Vorpommern auf 21,7 Prozent (2005: 24,1 Prozent) und Brandenburg auf 16,8 Prozent (2005: 19,2 Prozent). In Sachsen-Anhalt lag Minus bei 2,3 Prozentpunkten auf 20,1 Prozent (2005: 22,4 Prozent). (vwh/td)
Bildquelle: Uschi Dreiucker /pixelio.de
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