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Versicherer unter beidseitigem Beschuss

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Die Versicherungswirtschaft steht vor einer doppelten Herausforderung: der Null- oder Negativzinsen und der Digitalisierung. Beide Themenfelder sind für die Branche von immenser Bedeutung, so der Chefvolkswirt der Allianz-Gruppe Michael Heise in einem Gastbeitrag im Handelsblatt Journal. Demnach führe das Niedrigzinsumfeld bei den Versicherern zu erheblichen Handlungsnotwendigkeiten.
Eine Senkung der Kosten und eine veränderte Anlagestrategie seien notwendig, aber nicht ausreichend, um der neuen Gegebenheiten Herr zu werden schreibt Heise weiter. Weiterhin sorgen die Anforderungen des Aufsichtssystems Solvency II für einen erhöhten Kapitalbedarf. Die Neuinvestitionen brächten im derzeitigen Niedrigzinsumfeld nicht die gewünschten Erträge, sodass in Folge dessen die Überschüsse und Ausschüttungen reduziert werden müssten.
Die digitalen Vertriebswege und Big Data stellen nach Ansicht des Allianz-Ökonomen das Geschäftsmodell der Unternehmen in Frage. Die Technologien verändern die Art, wie Versicherer mit Kunden kommunizieren, Risiken zeichnen und Schäden abwickeln. Mit Hilfe der neuen Technologie könnte die Branche nicht nur im Schadensfall für die Versicherten als Partner bereitstehen, sondern mit ihnen in eine dauerhafte Kommunikation treten. Der Umgang mit Big Data wäre für die Versicherer aufgrund der Erfahrung mit großen Datenmengen beherrschbar, in der Kommunikation wären aber Digital Player besser. (vwh/mv)
Bild: Michael Heise (Quelle: Allianz)
Versicherungsvertrieb · Zinsen · Allianz · Niedrigzinsen · Big Data
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