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Coface sieht MOE-Länder im Aufschwung

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Kreditversicherer Coface sieht das wirtschaftliche Umfeld für die mittel- und osteuropäischen Staaten weiterhin positiv. So stieg das durchschnittliche BIP laut Versicherer von 2,6 Prozent im Jahr 2014 auf 3,3 Prozent. Zudem habe der Privatkonsum durch sinkende Arbeitslosigkeit und höhere Gehälter angezogen. Zudem werden die Investitionen durch EU-Fördermittel gestützt, konstatiert Coface in seiner Studie "Coface CEE Top 500".
"Die Entwicklungen im Ranking der Top-500-Unternehmen veranschaulichen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im erfolgreichen vergangenen Jahr", kommentiert Katarzyna Kompowska, Coface Executive Manager Central and Eastern Europe (CEE). Demnach profitierten die Länder vor allem von der wachsendem Inlandsnachfrage. Diese werde von geringerer Arbeitslosigkeit und höheren Gehältern, sowie von steigenden Investitionen in den meisten Ländern gestützt
Durch die allmähliche Erholung des Haupthandelspartners Eurozone und die EU-Fördermittel verzeichneten die mittel- und osteuropäischen Länder zudem laut Coface einen steigenden Export. "Das Zusammenspiel dieser Faktoren machte 2015 zu einem Jahr mit solidem Wachstum für Unternehmen", Kompowska: "Die Top-Player verbuchten gestiegene Umsatz- und stabile Mitarbeiterzahlen."
Laut Studie verzeichneten die "CEE Top 500"-Unternehmen zusammen ein Umsatzplus von 4,2 Prozent auf 593 Mrd. Euro. Der Gewinn stieg laut Kreditversicherer um 3,7 Prozent auf 26,9 Mrd. Euro. Die meisten Top-Unternehmen stammen zudem aus Polen, der größten Volkswirtschaft der Region.
Insgesamt schafften es 167 polnische Unternehmen in das Ranking, neun weniger als im Vorjahr. Die polnische Wirtschaft erzielte laut Coface seit 2014 solide Wachstumsraten von mehr als drei Prozent. Das größte Wirtschaftswachstum erreichte im vergangenen Jahr hingegen die Tschechische Republik mit 4,5 Prozent. Zudem hatte das Land eine der niedrigsten Arbeitslosenzahlen in der EU mit einer Quote von 5,1 Prozent. Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Ranking wieder, in dem Tschechien mit 71 Unternehmen unter den Top 500 vertreten ist. Ungarn ist im Ranking mit 69 Unternehmen vertreten, vier weniger im Vergleich zum Vorjahr.
"Die Prognosen für 2016 entsprechen fast jenen von 2015 mit einem geschätzten Wachstum von 3,0 Prozent. Weitere Verbesserungen am Arbeitsmarkt und das wachsende Vertrauen der Konsumenten werden die Haushaltsnachfrage als wichtigsten Wirtschaftsmotor in der Region stärken", erwartet Michael Tawrowsky, Country Manager Coface Austria. (vwh/td)
Bild: Skyline von Warschau. (Quelle: Jerzy / pixelio.de)
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