Schlaglicht

OECD: Starke Zunahme der Migration

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Im vergangenen Jahr sind rund zehn Prozent mehr Menschen in die Industriestaaten eingewandert als noch 2014. Zudem haben etwa 1,65 Millionen Menschen einen Asylantrag gestellt. Dies geht aus dem jährlichen Migrationsbericht der OECD hervor, der am Montag in Paris vorgestellt wurde. Etwa 75 Prozent der Asylbewerber suchten demnach Schutz in Ländern der Europäischen Union (EU), die meisten davon in Deutschland, berichtet n-tv.
Demnach haben laut OECD-Bericht allein 573.360 Menschen zwischen Mai 2015 und April 2016 einen Asylantrag in Deutschland gestellt. Zum Vergleich: In den USA waren es im gleichen Zeitraum 150.873 Anträge, während in Schweden insgesamt 150.273 Menschen um Asyl nachsuchten. Fast 25 Prozent der Asylbewerber kamen laut OECD aus Syrien, 16 Prozent aus Afghanistan. Mit Blick auf die aktuelle Flüchtlingskrise forderten die Studienautoren zudem ein strukturiertes Vorgehen der Staaten und mehr internationale Kooperation.
Wie das Statistische Bundesamt zudem feststellte, stieg zudem in 2015 in Deutschland die Bevölkerung mit Migrationshintergrund auf Rekordniveau von rund 17,1 Millionen Menschen. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Prozent, so die Statistiker weiter. Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung erreichte demnach einen Anteil von 21,0 Prozent.
Der außergewöhnlich hohe Anstieg ist laut Statistischem Bundesamt vor allem auf ausländische Zuwanderer zurückzuführen. 2015 lebten demnach 11,5 Millionen Zuwanderer in Deutschland. Dies entspricht einem Plus von 5,5 Prozent Vorjahr. Die drei wichtigsten Herkunftsländer der Menschen mit Migrationshintergrund sind nach Angaben der Statistiker die Türkei, Polen und die Russische Föderation. Insgesamt 6,3 Millionen hatten zudem ihre Wurzeln in den ehemaligen Gastarbeiteranwerbestaaten, darunter vor allem in der Türkei, in Italien und in Griechenland.
Seit gestern beraten zudem Vertreter von mehr als 150 Staaten auf dem Flüchtlingsgipfel der UNO in New York über die aktuellen Herausforderungen der Migration. Laut n-tv gibt es derzeit weltweit 65 Millionen Vertriebene. 21 Millionen von ihnen seien auf der Flucht vor Verfolgung, Armut oder Konflikten wie dem Bürgerkrieg in Syrien. (vwh/td)
Bildquelle: Lilo Kapp / pixelio.de
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