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Bewährungsprobe für Italien

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Erst Griechenland, dann Großbritannien, nun Italien: Das bevorstehende Referendum auf dem Halbstiefel im Süden Europas über eine Reform der staatlichen Institutionen ist der Feri Gruppe auch für den Euroraum von großer Bedeutung. Dabei seien die Rahmenbedingungen, unter denen das Referendum abgehalten werden, sehr ungünstig, konstatieren die Feri-Experten.
Demnach sei das Wirtschaftswachstum zweiten Quartal 2016 praktisch zum Erliegen gekommen. Zuvor hatte Italien in den letzten fünf Quartalen zwar schwache, aber positive Wachstumsraten verzeichnen könne, so Feri weiter. Zudem werde das BIP im laufenden Jahr aller Voraussicht nach nur 0,8 Prozent wachsen, prognostiziert der Chef-Volkswirt der Feri Gruppe, Axel D. Angermann.
Ein weiteres Problem sehen die Experten in der Strukturkrise des Landes. Während die Wirtschaftsleistung des Euroraums aktuell etwas mehr als ein Prozent über dem Niveau vor Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 liege, weist die italienische Wirtschaft laut Feri im Vergleich zum Jahr 2008 noch immer ein Minus von mehr als acht Prozent auf. Zudem sei Italien das einzige große EU-Land, dessen Produktivität in den vergangenen Jahren gesunken ist, ergänzt der Feri-Chefvolkswirt.
Einen wesentlichen Grund für die aktuelle Entwicklung sieht Angermann noch immer in der Dominanz von Kleinstbetrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern und der großen Bedeutung von Branchen wie Textilien, Bekleidung und Möbelherstellung, für die ein besonders harter Preiswettbewerb auf den globalen Märkten
charakteristisch sei.
Für Europa wäre es daher nach dem Brexit-Votum der Briten "die zweite Katastrophe dieses Jahres, wenn die Regierung Renzi über eine Niederlage im Referendum stürzen und der eingeleitete Reformprozess gestoppt würde", warnt der Ökonom. (vwh/td)
Bildquelle: Andrea Damm / pixelio.de
Italien · Feri
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