Unternehmen & Management

Mastercard wird auf Rekordschadenssumme verklagt

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Kreditkartenanbieter Mastercard ist in Großbritannien auf eine Rekordsumme von 16,5 Mrd. Euro (etwa 14 Mrd. Pfund) Schadenersatz verklagt worden. Wie das Handelsblatt berichtet, werde dem Unternehmen vorgeworfen, durch überhöhte Gebühren die Preise für Verbraucher in die Höhe getrieben zu haben. Im Rahmen der Sammelklage vertritt die US-Großkanzlei Quinn Emanuel nach eigenen Angaben rund 46 Millionen britische Verbraucher.
Laut Bericht geht bei dem Streit vor allem um sogenannte inländische Interbanken-Entgelte. Dabei handelt es sich um Gebühren, die Zuge eine Kreditkarten-Zahlung von der jeweiligen Bank berechnet werden. Zahlen muss dafür allerdings die Bank, welche die Zahlung erhält, und nicht der Verbraucher.
Die US-Kanzlei Quinn Emanuel argumentiert nun, diese Gebühren seien von den Banken zunächst an die Händler und dann in Form höherer Preise an die Verbraucher weitergegeben worden seien. Davon betroffen seien auch die Kunden, welche keine Mastercard besitzen. Zudem halte es Quinn-Emanuel-Partner Boris Bronfentrinker laut Handelsblatt für "sehr wahrscheinlich", dass auch deutsche Verbraucher davon betroffen seien.
Mastercard selbst kündigte laut Bericht an, sich gegen die Vorwürfe "energisch" wehren zu wollen. Zuerst wolle man aber die 600-seitige Klageschrift prüfen. Laut Handelsblatt handelt es sich dabei um die größte Schadenersatzklage in der Geschichte des Vereinigten Königreiches. (vwh/td)
Bildquelle: Tim Reckmann / pixelio.de
Schadensersatz · Mastercard
Auch interessant
Zurück
06.02.2017VWheute
Deut­sche See verklagt VW auf Scha­dens­er­satz Als erster Großkunde hat die Fischmanufaktur Deutsche See den Autobauer Volkswagen beim Landgericht …
Deut­sche See verklagt VW auf Scha­dens­er­satz
Als erster Großkunde hat die Fischmanufaktur Deutsche See den Autobauer Volkswagen beim Landgericht Braunschweig wegen der Abgasmanipulationen bei den Dieselautos auf Schadensersatz in Höhe von 11,9 Mio. Euro verklagt. Das …
14.12.2016VWheute
Investor fordert 500 Mio. Scha­dens­er­satz von Signal Iduna Das Landgericht Dortmund verhandelt am morgigen Donnerstag eine Schadensersatzklage gegen…
Investor fordert 500 Mio. Scha­dens­er­satz von Signal Iduna
Das Landgericht Dortmund verhandelt am morgigen Donnerstag eine Schadensersatzklage gegen die Signal Iduna. Wie der lokale Radiosender Radio 91.2 berichtet, wirft der Geschäftsführer des Adlon-Fonds dem Versicherer eine…
27.04.2016VWheute
Kein Scha­dens­er­satz durch Ärzte nach Winnenden Die Ärzte und Therapeuten des Amokläufers von Winnenden müssen keinen Schadenersatz für die Opfer …
Kein Scha­dens­er­satz durch Ärzte nach Winnenden
Die Ärzte und Therapeuten des Amokläufers von Winnenden müssen keinen Schadenersatz für die Opfer der Tat mit 16 Toten zahlen. Damit wies das Landgericht Heilbronn eine Klage des Vaters von Tim K. am gestrigen Dienstag ab. Demnach…
21.03.2016VWheute
VW-Anleger fordern Scha­dens­er­satz über zehn Mrd. Euro Anlegeranwalt Andreas Tilp will bis September diesen Jahres beim Landgericht Braunschweig …
VW-Anleger fordern Scha­dens­er­satz über zehn Mrd. Euro
Anlegeranwalt Andreas Tilp will bis September diesen Jahres beim Landgericht Braunschweig eine weitere Schadenersatzklage verschiedener institutioneller Anleger gegen Volkswagen im Gesamtvolumen von sieben Milliarden Euro …
Weiter