Märkte & Vertrieb

Digitale Führungskräfte auf analogen Wegen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die klassische Wirtschaft scheint für digitale Führungskräfte nach wie vor sehr attraktiv zu sein. Laut einer Studie der Personalberatung Dwight Cribb würden 87 Prozent der digitalen Unternehmenslenker in die klassische Wirtschaft wechseln, um dort den digitalen Wandel voranzutreiben. Dabei scheint das Gehalt jedoch nur eine untergeordnete Rolle zu spielen.
Vielmehr sehen 59 Prozent der Befragten vor allem die Perspektive, in einem etablierten Markt die Zukunft neu zu gestalten. Gleichzeitig sehen 50 Prozent der Befragten darin die Chance, sich persönlich weiter zu entwickeln. "Der Transfer von Top-Führungskräften aus der Digitalwirtschaft in klassische Unternehmen ist seit einigen Jahren ein sehr nachgefragtes Thema. Damit dies den gewünschten Erfolg hat, müssen allerdings die Rahmenbedingungen stimmen. Oft werden diese Experten mit dem Ziel geholt, High Level-Strategien umzusetzen, die Realität sieht dann aber oft sehr anders aus. Hier herrscht großer Beratungsbedarf, damit keine Frustration auf beiden Seiten entsteht", sagt Dwight Cribb, Geschäftsführer der Personalberatung.
Allerdings konkurriert laut Umfrage nicht nur die klassische Wirtschaft um die besten Digitalköpfe. Selbst für die Digitalwirtschaft spiele die Transformation eine große Rolle, konstatieren die Studienautoren. Ein Beispiel: Entscheider mit dem Verantwortungsbereich Digitalisierung beziehen mit durchschnittlich 249.839 Euro noch vor dem General Management (210.858 Euro) und Operations (206.421 Euro) das höchste Salär.
Ihr Gehalt ist demnach im vergangenenen Jahr im Vergleich zu 2014 sogar um neun Prozent gestiegen. Am besten verdienen Digitalisierungsverantwortliche im Bereich Digital Media (360.800 Euro) und Digital Services (304.143 Euro), gefolgt von Medienhäusern (255.00 Euro) und Digital Technologies (216.340 Euro). "Digital-Services- und Media-Unternehmen galten bisher immer als Technologieführer. Sie spüren jedoch auch den Druck durch Wettbewerber, die auf neue technologische Paradigmen aufsetzen und die Innovatoren von gestern in Bedrängnis bringen. Mit der erneuten digitalen Transformation bricht für sie die zweite Evolutionsstufe an – dies erklärt auch das hohe Gehaltsniveau", ergänzt Cribb. (vwh/td)
Bildquelle: Fotolia
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