Köpfe & Positionen

Schünemann verlässt überraschend LV 1871

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das Vorstandsmitglied der LV 1871 Gruppe, Rolf Schünemann, ist aus dem Unternehmen ausgeschieden. Nach Angaben des Versicherers erfolgte die Trennung "in gegenseitigem Einvernehmen". Der Vorstandssprecher Wolfgang Reichel übernimmt demnach bis auf weiteres die Verantwortung für den Vertrieb.
Schünemann war seit sieben Jahren Vertriebsvorstand des Münchner Lebensversicherers LV 1871 mit Sitz am traditionsreichen Maximiliansplatz. Vor dieser Position war Schünemann Geschäftsführer der Württembergischen Vertriebsservice GmbH und leitender Direktor im Vertrieb der Gerling Konzern Leben für das Ressort der freien Vermittler verantwortlich.
Im Gegensatz zu anderen Anbietern hält die LV 1871 an Lebensversicherungen mit Garantien fest: "Das ist nun mal die Kernkompetenz unserer Branche", sagte Schünemann kürzlich gegenüber der Value. Dafür wurden Kollektive sowie Kapitalanlagen mit Risikoausgleich entwickelt, argumentierte der Vertriebschef.  Den Erfolg von LV 1871 erklärte er wie folgt: "Erträge bleiben bei uns als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit im Haus, erhöhen das Eigenkapital, fließen in die RfB und in die Zinszusatzreserve und stehen so ungeschmälert unseren Kunden zur Verfügung."
Als Maklerversicherer steht das Unternehmen in der Verantwortung, den freien Vermittlern einen ganzen Blumenstrauß an Qualitätsanforderungen zu bieten, formulierte es Schünemann. Mit Stolz erwähnte er, womit bei Maklern gepunktet wird: Ausführliche, verständliche Verkaufsunterlagen, technische Unterstützung, eine erstklassige Visitenkarte im Web, Beratungstools, Print-Unterlagen würden dem Vermittler helfen, die Produktwelt zu verstehen und zu erleben.
Der ehemalige Vertriebschef lobte die Makler: "Ohne freie Vermittler würde die Produktwelt bei Weitem nicht so hervorragend aussehen wie heute. Der Makler ist der Innovationsmotor, den die Branche hat." Begründung: Makler seien durch Ideengabe, systematisches Abfragen von Interessen der Kunden auch an der Produktentwicklung beteiligt. "Die Berufsunfähigkeit wäre beispielsweise heute nicht so ein Spitzenprodukt, wenn Außendienstler nicht ihren Input und ihre Erwartungshaltung weiter gegeben hätten. Auch bei Prozessen, bei Kommunikation, bei Datenübertragung, bei Schnittstellen, legt der Makler immer den Finger in die Wunde", räumte Schünemann gegenüber der Value ein. Um diesen Input nicht zu verlieren, gehören die Münchner seit 2012 zu den Förderern des Jungmakler Awards. (vwh/dg/mvd)
Bild: Rolf Schünemann, ehemaliger Vertriebsvorstand der LV 1871 (Quelle: LV 1871)
Vertriebsvorstand · LV1871
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