Schlaglicht

Rentendebatte eröffnet Versicherern neue Marktchancen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Ob Lebensversicherung, betriebliche Altersvorsorge (bAV), Riester- oder gesetzliche Rente – die Baustellen im Bereich der Altersvorsorge sind bekanntlich vielfältig mit entsprechenden Herausforderungen für die Zukunft. Dabei eröffnet die aktuelle Rentendebatte den Versicherern durchaus neue Marktchancen, konstatiert Versicherungsexperte Reinhard Kunz in einem Beitrag für das Business- und Managementmagazin Versicherungswirtschaft.
So werfen die angekündigten Reformen der betrieblichen Altersvorsorge und der Rietser-Rente die Frage auf, welche Rolle die Lebensversicherer in den Zukunftsszenarien der zukünftigen Altersvorsorge noch spielen werden. Klar ist: Der Rückzug aus der klassischen Produktwelt oder der Run-off von Beständen wird angesichts niedriger Zinsen und regulatorischer Vorgaben zur Normalität, so der ehemalige Vorstand der Alten Leipziger.
Ebenfalls gemeinsamer Nenner ist zudem der Ausbau der bAV, welche über ein von Politik und Sozialpartnern akzeptiertes Instrumentarium an Produkten und Verfahren verfügt. Die Versicherungsbranche hingegen befindet sich in dieser Frage in einem Dilemma hinsichtlich ihrer Positionierung, betont Kunz. So lautet die alles entscheidende Frage: Ist das Sozialpartnermodell die ordnungspolitisch richtige Lösung?
Denn je weniger normativ das Sozialpartnermodell ausgestaltet sein wird, desto mehr Expertise benötigt es von den bAV-Vertriebspartnern bzw. -beratern. Daneben spielen auch die bisherigen Durchführungswege weiterhin eine Rolle, erläutert der Versicherungsexperte weiter. Entweder weil das Sozialpartnermodell nicht für alle Personenkreise in einem Unternehmen passende Lösungen liefert oder weil bereits eine bAV existiert, die nach den Bedürfnissen von Arbeitgeber und Arbeitnehmern im Betrieb eingerichtet wurden.
Auf dem Prüfstand wird jedenfalls die Garantie der eingezahlten Beiträge als Mindestleistung stehen. Denn Garantien sind nun mal ihr Alleinstellungsmerkmal und auch die steuerliche Privilegierung war bislang immer mit entsprechenden Garantiemerkmalen verknüpft, schreibt Kunz weiter. Die Öffnung einer "garantierten Rente" zu einer "nicht garantierten Ambition" könnte daher erneut das Interesse jener Marktteilnehmer wecken, die zuletzt den Rückzug angetreten haben und damit ihre Präsenz in der Branche auf breitere Füße stellen wollen. Zudem würde sich dadurch auch eine Tür für andere Leistungsträger aus dem Kreis der Investmentgesellschaften öffnen, prognostiziert der Versicherungsexperte. (vwh/td)
Den vollständigen Beitrag von Reinhard Kunz lesen Sie im Business- und Managementmagazin Versicherungswirtschaft.
Bildquelle: angieconscious / pixelio.de
Altersvorsorge · Rente
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